08.08.2014, 13:35 Uhr

RENIXX behauptet, DAX unter 9.000 Punkten: Sunedision haussiert nach positiven Geschäftszahlen – Etappensieg für Adidas und Thyssen Krupp

Münster – Zwar tendierte der RENIXX am Montagmorgen zunächst leichter, doch die anfänglichen Verluste konnten schnell abgehakt werden. Inzwischen notiert der internationale Aktienindex der Regenerativen Energiewirtschaft wieder bei einem leichten Plus von 0,2 Prozent knapp über 400 Punkten.

Der DAX verbucht heute Vormittag dagegen ein Minus von 0,8 Prozent und liegt mit 8.970 Punkten erstmals seit März wieder unter der 9.000er-Schwelle. Auf die Stimmung der Börsianer drücken die zahlreichen politischen Konfliktherde. Aufgrund ausbleibender geldpolitischer Maßnahmen bleibt die gestrige EZB-Sitzung ohne Impulse für das Börsenparkett. Der Euro steigt leicht um 0,2 Prozent auf 1,34 US-Dollar. Die Feinunze Gold verteuert sich um 0,3 Prozent auf 1.317 US-Dollar.

Sunedision, Solarcity Sunpower und First Solar gefragt

Auf der Einkaufsliste im RENIXX stehen heute Vormittag vor allem Solartitel, allen voran der US-Projektierer von Solarkraftwerken Sunedison. Das Unternehmen hat für das zweite Quartal ein kräftiges Umsatzwachstum bekannt gegeben. Die Aktie haussiert und legt um 8,6 Prozent auf 15,55 Euro zu. Positive Umsatzzahlen und ein deutlicher Zugewinn an Kunden sorgen auch bei Solarcity für ein kräftiges Kursplus (+5,38 Prozent, 58,00 Euro). Weitere Gewinner des Solarsektors sind Sunpower (+2,67 Prozent, 0,8 Euro), First Solar (+2,04 Prozent, 51,03 Euro) und Meyer Burger (+1,56 Prozent, 8,00 Euro).

Adidas, Thyssen Krupp, Allianz und K+S legen zu, der Rest verliert

Bei den DAX-Titeln gibt es bis Mittag heute nur wenige Gewinner. Angeführt wird der DAX heute von der in letzter Zeit arg gebeutelten Adidas-Aktie. Der Sportartikelhersteller hatte eine drastische Erhöhung der Marketingausgaben um 140 Mio. Euro angekündigt, um Boden gutzumachen. Die Aktie legt bis Mittag um 1,8 Prozent auf 56,49 Euro zu. Zulegen können außerdem Thyssen Krupp (+0,93 Prozent, 20,03 Euro), Allianz (+0,74 Prozent, 122,2 Euro) und K+S (+0,22 Prozent, 22,65 Euro). Ansonsten überwiegen unter den 30 DAX-Titeln die Verluste. Unter Druck stehen heute vor allem die Aktien von Lufthansa (-2,57 Prozent, 12,16 Euro), Henkel (-2,01 Prozent, 80,38 Euro) und Volkswagen (-1,86 Prozent, 163,6 Euro) sowie Beiersdorf (-1,80 Prozent, 64,78 Euro), Lanxess (-1,77 Prozent, 46,16 Euro) und Merck (-1,74 Prozent, 62,09 Euro).

E10 Sprit so günstig wie zuletzt im April; Heizöl deutlich teurer

Der Preis für einen Liter Heizöl erreicht seit Ende Juni seinen höchsten Stand in diesem Sommer Sommer. Mit 0,813 Cent (inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern) ist der Literpreis am Freitag im Vergleich zum Vortag deutlich um 1,4 Prozent angestiegen und die Ukraine-Krise macht sich weiterhin bemerkbar.

Zugleich steigen auch die Preise auf dem Rohölmarkt im Handelsverlauf an. Ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI kostet Freitagmittag 97,3 US-Dollar (+1,3 Prozent), für die Nordseesorte Brent werden 106,3 US-Dollar aufgerufen (+2 Prozent). Damit macht Brent verglichen mit WTI den größeren Sprung und erreicht zudem sein Wochenhoch.

Die Autofahrer dürfen sich zum Wochenende über günstige Spritpreise freuen. Besonders der Preis für einen Liter E10 ist besonders billig. Im deutschen Durchschnitt bezahlt der Autofahrer am Freitagmittag nur 1,503 Euro (-0,5 Prozent) und somit so wenig, wie seit April diesen Jahres nicht mehr. Auch der Liter Diesel kostet mit 1,354 Euro rund 0,2 Prozent weniger als am Vortag.

Der Preis für das Zertifikat, das zur Emission einer Tonne CO2 berechtigt sinkt am Freitag wieder unter die 6-Euro Grenze und wird mit 5,93 Euro (-4 Prozent) gehandelt.

Im day-ahead-Handel für den morgigen Samstag fällt der Preis für eine Kilowattstunde (kWh) deutschen Stroms am Spotmarkt der EEX um rund 32 Prozent auf ca. 2,16 Cent. Auch französischer Strom wird deutlich günstiger. Hier bricht der Preis um knapp 15 Prozent ein und notiert bei 1,79 Cent pro kWh. Französischer Strom ist damit rund 17 Prozent günstiger als deutscher Strom.

Solaranlagen speisen mit über 20.000 MW ein, Wind eher mäßig

Das sonnige Wetter in Deutschland sorgt zur Mittagszeit für eine Solarstrom-Leistung von rund 20.350 Megawatt (MW). Da der Wind eher schwach weht, speisen die Windenergieanlagen mit einer Leistung von 800 MW ein. Gemeinsam sind die Wind- und Solarenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 21.150 MW, somit mehr als einem Drittel an der Stromversorgung am Mittag beteiligt. Dank der erneuerbaren Energiequellen gehen die konventionellen Anlagen nur mit einer Leistung von 34.100 MW ans Netz.

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