09.10.2014, 13:12 Uhr

RENIXX fester: Erholung ist angesagt – Vestas, First Solar und Nordex gleichen Vortages-Verluste aus – Ballard Power dank Plug Power größter Gewinner

Münster – Der internationale Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World kann heute Vormittag einen Teil der Verluste von gestern aufholen. Bislang steigt der Branchen-Index um 1,5 Prozent auf 385,15 Punkte. Viele Werte können ihre gestrigen Verluste heute zumindest teilweise wieder ausgleichen.

Trotz eines deutlichen Rückgangs der Exporte aus Deutschland um 5,8 Prozent im August im Vergleich zum Vormonat legt der DAX ebenfalls ordentlich zu (+1,2 Prozent, 9.101 Punkte). Ursache sind u.a. die guten Vorgaben aus New York. Die Wall Street konnte am Mittwoch gegen Handelsschluss noch einmal kräftig zulegen. Der Euro kann ebenfalls um 0,2 Prozent auf 1,276 US-Dollar zulegen. Der Goldpreis klettert um 0,4 Prozent auf aktuell 1.229 US-Dollar je Feinunze.

Ballard Power weitet Lieferverträge mit Plug Power aus

Größter Gewinner im RENIXX ist der kanadische Hersteller von Brennstoffzellen Ballard Power (+10,0 Prozent, 2,50 Euro). Ballard gab bekannt, dass die bisherige Lieferbeziehung zu dem amerikanischen Brennstoffzellen-Systeme-Hersteller Plug Power (+2,7 Prozent, 3,61 Euro) intensiviert wird. Die Verträge reichen jetzt bis in das Jahr 2017. Die beiden chinesischen Solar-Modul-Hersteller Jinkosolar (+7,3 Prozent, 20,85 Euro) und Trina Solar (+6,4 Prozent, 8,87 Euro) können ebenfalls kräftig zulegen. Auch die gestern stark gebeutelten Anteile von Vestas (+4,6 Prozent, 26,62 Euro), First Solar (+3,9 Prozent, 48,29 Euro) und Nordex (+3,0 Prozent, 12,77 Euro) können ihre Verluste zum größten Teil wieder ausgleichen. Größte Verlierer im RENIXX ist dagegen Suzlon (-4,5 Prozent, 0,724 Euro). Eine Pressemitteilung von Suzlon über den Bau von 2.000 Megawatt Windkraftleistung in den nächsten fünf Jahren im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh wirkt sich bislang nicht positiv auf den Aktienkurs aus.

Die größten Gewinner im DAX sind allesamt Technologiewerte: SAP (+2,8 Prozent, 55,25 Euro), Infineon (+2,4 Prozent, 7,86 Euro) und Siemens (2,3 Prozent, 88,61 Euro) sind besonders gefragt. Die Werte können einen Teil der Verluste der vergangenen Handelstage wieder gut machen. Die größten Verlierer im DAX sind Lufthansa (-0,6 Prozent, 11,18 Euro), Deutsche Bank (-0,4 Prozent, 26,20) sowie E.ON (-0,3 Prozent, 13,76 Euro) und RWE (-0,2 Prozent, 28,88 Euro).

Rohöl weiter auf Talfahrt – Tanken ebenfalls biliger

Mit einem Preis von rd. 87,30 US-Dollar (-0,3 Prozent) für ein Barrel der US-Sorte WTI ist der Rohölpreis weiter im Sinkflug. Seit etwa drei Monaten ist ein sinkender Preis-Trend am Ölmarkt zu beobachten. Gleiches gilt für das Nordsee-Öl der Sorte Brent, die momentan bei etwa 91,40 US-Dollar je Barrel (-0,7 Prozent) gehandelt wird. Der Heizöl-Preis bewegt sich fast auf Vortagesniveau. Mit 76,4 Cent pro Liter Heizöl (inkl. MwSt bei Abnahme von 3000 Litern) ergibt sich hier ein marginales Minus von 0,2 Cent (-0,3 Prozent). Die Preise an den Zapfhähnen der deutschen Tankstellen bleiben relativ stabil. Ein Liter Benzin (Super E10) war am Mittwoch im Schnitt für 1,490 Euro (-0,5 Prozent) zu haben. Der durchschnittliche Preis für einen Liter Diesel ist ebenfalls um 0,7 Prozent auf 1,321 Euro pro Liter gefallen.

An der Strombörse legen die Strompreise heute deutlich zu. Im Day-ahead-Handel liegt der Preis pro Kilowattstunde (kWh) Strom für Deutschland bei 3,94 Cent. Das macht eine Steigerung zum Vortag von etwa 21 Prozent. In Frankreich liegt der Strompreis momentan bei 4,44 Cent pro kWh (+4,4 Prozent) und ist somit etwa 13 Prozent teurer als der Strom aus Deutschland. Auch der Preis für CO2-Zertifikate ist heute angezogen. Mit 6,02 Euro pro Tonne CO2 liegt der Preis deutlich höher als am Vortag (+6,6 Prozent).

Strom: Solar- und Windleistung summieren sich auf über 20.000 MW

Die Stromversorgung zur Mittagszeit kommt heute zu rund 28 Prozent aus Wind- und Sonnenenergie. Die erneuerbaren Energien schlagen mit einer Leistung von zusammen 20.400 Megawatt (MW) zu Buche. Davon entfallen 11.200 MW auf die Sonnenenergie. Die restlichen 9.200 MW werden von der Windkraft zur Verfügung gestellt.

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