20.08.2014, 13:31 Uhr

RENIXX gibt anfängliche Gewinne ab: Vestas-Aktie fällt nach Zahlen und zieht auch Nordex runter – Fuelcell Energy gefragt

Münster – Der RENIXX kann im Handel am Mittwoch die morgendlichen Gewinne nicht halten. Inzwischen ist der Aktienindex für erneuerbare Energien um 0,1 Prozent auf 424,83 Punkte leicht zurückgefallen. Am Morgen war der RENIXX zunächst bis auf knapp 427 Punkte geklettert. Im Fokus stehen die Quartalszahlen des dänischen Windenergieanlagen(WEA)-Herstellers Vestas.

Der DAX gibt ebenfalls nach (-0,3 Prozent, 9.307 Punkte). Der Eurokurs fällt um 0,3 Prozent auf 1,328 US-Dollar und für eine Feinunze Gold ist der Preis heute bislang um 0,1 Prozent auf 1.294 US-Dollar gesunken.

Vestas hebt Jahresprognose an

Der dänische Windenergie-Riese Vestas hat die Zahlen für das zweite Quartal 2014 veröffentlicht. Das Unternehmen hat im Zeitraum April bis Juni 2014 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf 1,34 Mrd. Euro gesteigert. Den Verlust im zweiten Quartal 2013 verwandelten die Dänen in einen Nettogewinn in Höhe von 94 Mio. Euro. Das Jahresziel für die Ebit-Marge von bislang mindestens fünf wurde auf mindestens sechs Prozent angehoben. Dennoch sinkt die Vestas-Aktie im heutigen Handel bislang um rund zwei Prozent auf 36,14 Euro. Die Titel weiterer WEA-Hersteller wie Suzlon aus Indien (-2,4 Prozent, 1,09 Euro) und Nordex (-0,8 Prozent, 13,82 Euro) geben ebenfalls nach. Größter RENIXX-Gewinner ist GCL-Poly Energy (+4,0 Prozent, 0,258 Euro).

Im DAX geben vor allem die Aktien von Continental (-1,1 Prozent, 161,60 Euro) und Daimler (-1,1 Prozent, 60,95 Euro) nach. Besser schneiden die Titel von Siemens (+0,7 Prozent, 93,45 Euro) oder E.ON (+0,4 Prozent, 13,78 Euro) ab. Die Siemens-Aktie wird von der Deutschen Bank sowie von Goldman Sachs zum Kauf empfohlen. Die Aktie von E.ON wurde von den Analysten der Societe Generale immerhin von "Sell" auf "Hold" hochgestuft.

Französischer Strom wieder unter 3-Cent-Marke

Nachdem sich der französische Strom an der Börse am Dienstag dem deutschen wieder etwas angenähert hatte, driften sie heute wieder auseinander. Deutscher Grundlaststrom zur Lieferung am morgigen Donnerstag notiert im day-ahead-Handel aktuell bei rund 3,32 Cent je Kilowattstunde (kWh) (+7 Prozent). Der französische Strompreis sinkt hingegen um 6,1 Prozent auf 2,89 Cent. Der Preis für ein CO2-Zertifikat liegt derzeit bei 6,40 Euro (-1,9 Prozent).

Die Rohölpreise entwickeln sich ebenfalls unterschiedlich. Die US-Sorte WTI kostet derzeit ca. 93,10 US-Dollar je Barrel (-1,1 Prozent). Die Nordseesorte Brent hingegen verteuert sich um rund 0,3 Prozent auf etwa 102,10 US-Dollar je Barrel. Der Preis für einen Liter Heizöl steigt leicht. Aktuell kostet ein Liter Heizöl 79,2 Cent (+0,1 Prozent; inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). Sowohl der Preis für einen Liter Diesel als auch der Preis für den Liter Super E 10 sind am Dienstag leicht angestiegen. Diesel kostete gestern durchschnittlich 1,349 Euro pro Liter (+0,2 Prozent) und ein Liter Super E10 kostete knapp 1,50 Euro.

Solaranlagen produzieren weiterhin kräftig Strom

Die Solaranlagen decken heute am Mittag wieder einen erheblichen Teil des Strombedarfs. Sie kommen auf eine Leistung von rund 16.400 Megawatt (MW) und können somit die Leistung der Windkraftanlagen am Mittag deutlich übertreffen. Diese erzeugen zur Spitzenlastzeit in Deutschland Strom mit einer Leistung von rund 8.500 MW. Zusammen bedienen diese beiden Erneuerbaren demnach den Strombedarf am Mittag zu einem Anteil von etwa 40 Prozent.

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