29.09.2014, 13:14 Uhr

RENIXX leichter: Suzlon auf Talfahrt – Trina Solar sammelt Aufträge – Unsicherheit bei RWE – Tanken wieder teurer

Münster – Der internationale Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World tendiert am Montagvormittag leichter und fällt bislang um 0,5 Prozent auf rund 413 Punkte. Die Aktie des indischen Windkraftanlagen-Herstellers Suzlon verliert dabei erneut kräftig. Beim DAX stehen u.a. RWE-Aktien im Fokus.

Der DAX verliert ebenfalls leicht (-0,3 Prozent, 9.459 Punkte). Grund sind laut Marktteilnehmern auch die Unruhen in Hongkong, wo Studenten für ihre demokratischen Rechte auf die Straßen gehen. Daneben hat sich auch das Geschäftsklima in Europa weiter als erwartet verschlechtert. Der Euro notiert nahezu unverändert bei 1,268 US-Dollar. Der Goldpreis liegt aktuell ebenfalls fast unverändert bei 1.220 US-Dollar je Feinunze.

Suzlon weiter abwärts

Größter Verlierer im RENIXX ist aktuell der Wert von GCL Poly Energy (-8,9 Prozent, 0,278 Euro). Daneben verlieren die Anteile von Suzlon Energy (-8,3 Prozent, 0,683 Euro) weiter kräftig. Letzte Woche gab das Papier bereits um etwa ein Drittel seines Kurses nach. Heute geht der Kursverfall weiter. Den Grund hierfür sehen Analysten vor allem in der Ausgabe von 270 Mio. neuen Aktien. Shunfeng Photovoltaic (-4,8 Prozent, 0,710 Euro) stehen an dritter Stelle der RENIXX-Verliererliste. Die aktuell größten Gewinner sind Jinkosolar (+2,5 Prozent, 23,90 Euro), Brookfield Renewables (+2,2 Prozent, 23,85 Euro) und Enel Green Power (+1,8 Prozent, 2,02 Euro). Trina Solar (+1,3 Prozent, 10,71 Euro) meldete Aufträge über 11,7 Megawatt (MW) Solarmodulen für Solarparks in der Türkei und Ecuador.

Die größten Gewinner im DAX sind gegen Mittag die Anteile von K+S (+0,9 Prozent, 22,71 Euro), Allianz (+0,8 Prozent, 129,20 Euro) und Linde (+0,6 Prozent, 151,75 Euro). Dagegen verlieren drei Werte deutlich über zwei Prozent. Dies sind die Anteile von Commerzbank (-4,4 Prozent, 11,70 Euro), RWE (-2,6 Prozent, 30,66 Euro) und Adidas (-2, 0 Prozent, 59,31 Euro). Bei der Commerzbank wird in den USA wegen mutmaßlicher Geldwäsche ermittelt. Bei RWE könnte hingegen der geplante Verkauf der Tochtergesellschaft Dea scheitern, heißt es Medienberichten zufolge.

Ölpreise stabil – E10-Preis steigt wieder über 1,50 Euro

Die Ölpreise bleiben weiter stabil. Trotz der zahlreichen Krisenherde auch in den Ölnationen bleiben steile Ölpreisanstiege weiter aus. Für ein Barrel der US-Sorte WTI wird an der Börse am Montagmittag etwa 93,20 US-Dollar gezahlt (+0,5 Prozent), während der Barrel-Preis für die Nordseesorte Brent sogar um 0,3 Prozent auf etwa 96,70 US-Dollar sinkt. Fachleute weisen auf das derzeit hohe Ölangebot hin. Der Heizölpreis bewegt sich weiter um die Marke von knapp 80 Cent je Liter. Ganz genau kostet der Liter derzeit 79,4 Cent (inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). An den Tankstellen in Deutschland sind die Preise am gestrigen Sonntag wieder angezogen. So kostete Diesel im Durchschnitt 1,355 Euro pro Liter (+1,4 Prozent), während der Literpreis für Super E10 wieder über die Schwelle von 1,50 Euro gestiegen ist (1,52 Euro, +1,1 Prozent). Am vergangenen Freitag war E10 erstmals seit Wochen wieder unter die 1,50-Euro-Marke abgetaucht.

An der Strombörse ziehen die Preise ein wenig an: So kostet deutscher Strom im Day-ahead-Handel zur Lieferung am morgigen Dienstag rund 4,52 Cent pro Kilowattstunde (kWh, +11 Prozent). Französischer Strom verteuert sich um 6,6 Prozent auf 4,58 Cent pro kWh und ist damit noch ein wenig teurer als die Elektrizität in Deutschland. Auch die Preise für CO2-Zertifikate steigen leicht. Der Preis für ein EU-Zertifikat, das zur Emission einer Tonne CO2 berechtigt, beträgt im Handel am Montagvormittag 5,82 Euro (+0,5 Prozent).

Viel Sonne lässt Solarstrom sprudeln

Die Sonne sorgt am Montag für einen hohen Beitrag der Solaranlagen an der Stromerzeugung in Deutschland. Zur Spitzennachfrage am Mittag wird eine Solarleistung von etwa 17.400 Megawatt (MW) am Stromnetz erwartet. Dafür fällt der Beitrag der Windenergie recht überschaubar aus: Die deutschen Windparks kommen lediglich auf eine Leistung von knapp 1.000 MW. Zusammen liefern diese beiden regenerativen Quellen eine Leistung von 18.400 MW und decken damit den gesamten deutschen Strombedarf am Mittag zu etwa 27 Prozent ab.

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