25.02.2014, 13:27 Uhr

RENIXX prallt an 380-Punkte-Linie ab: Will Tesla Giga-Fabrik bauen? Sunpower und Yingli gefragt

Münster - Der internationale Aktienindex für regenerative Energien RENIXX World ist im Handel am Dienstag zunächst geklettert, dann jedoch an der Marke von 380 Punkten abgeprallt. Gegen Mittag bewegt sich der Index bei 378,82 Punkten leicht im Plus (+0,2 Prozent).

Im Gegensatz zum RENIXX gibt der DAX (-0,5 Prozent, 9.663 Punkte) nach. Während in Deutschland die Skepsis überwiegt, ist die Tesla-Aktie einmal mehr das Zugpferd im RENIXX. Neue Pläne des Herstellers von Elektromobilen inspirieren die Anleger. Der Euro bewegt sich unterdessen bei 1,375 US-Dollar. Der Goldpreis gibt um 0,2 Prozent auf 1.334 US-Dollar je Feinunze nach.

Plant Tesla riesige Batterie-Fabrik?

Die Tesla-Aktie führt die RENIXX-Gewinnerliste an. Sie legt bislang um 4,5 Prozent auf 165 Euro zu und markiert auf diese Weise erneut ein Allzeithoch. Verschiedene Medien berichten darüber, dass das Unternehmen in Kürze eine Mitteilung zu einer „Giga-Fabrik“ veröffentlichen könnte. In der angesprochenen Fabrik sollen Batterien für die Elektroautos von Tesla produziert werden, die bislang zugeliefert werden. Weitere Gewinner sind Sunpower (+1,6 Prozent, 24,73 Euro) und Yingli (+1,2 Prozent, 4,49 Euro). Yingli kommt bei Solarprojekten im Vereinigten Königreich zum Zuge und soll Module mit einer Leistung von 54 Megawatt (MW) liefern.

Die beiden Medizin-Konzerne Fresenius (-8,6 Prozent, 108,75 Euro) und Fresenius Medical Care (-7,2 Prozent, 49,05 Euro) sind auf der DAX-Verliererliste ganz oben zu finden. Zwar hat Fresenius in 2013 einen Rekordgewinn erzielt, doch erneut war den Anlegern der Ausblick nicht ambitioniert genug.

CO2-Zertifikate-Preis kann das Vortagsniveau nicht halten

Der CO2-Zertifikatspreis hat das Niveau nachdem Erreichen des Jahreshochs bei über 7,10 Euro nicht halten können. Der Preis für ein CO2-Zertifikat ist am Dienstag um fast drei Prozent auf 6,89 Euro gefallen. Die Strompreise in Deutschland und Frankreich hingegen steigen. Im day-ahead-Handel kostet deutscher Grundlaststrom auf dem Spotmarkt aktuell 3,46 Cent je Kilowattstunde (kWh) und damit rund 13 Prozent mehr als am Vortag. Französischer Strom ist ebenfalls teurer geworden und liegt durch eine achtprozentige Steigung bei 3,92 Cent je kWh.

Die Rohölpreise haben sich im Vergleich zum Vortag nur minimal verändert. Der Preis für die US-Sorte WTI ist auf etwa 102,20 US-Dollar je Barrel gesunken (-0,5 Prozent). Der Preis der Nordseesorte Brent ist um 0,4 Prozent gefallen und liegt derzeit bei etwa 110,20 US-Dollar je Barrel. Im Gegensatz dazu ist der Literpreis für Heizöl auf 81,6 Cent (inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern) gestiegen. Die Autofahrer können kurz aufatmen, denn die durchschnittlichen Spritpreise an den deutschen Tankstellen sind nach dem Wochenende wieder etwas gesunken. Für einen Liter Diesel wurden am Montag rund 1,37 Euro Liter gezahlt, während der Liter Superbenzin (E10) 1,48 Euro kostete.

Strom: Mehr als 25.000 MW Leistung durch Solar- und Windanlagen

Der gestrige Monatshöchstwert bei der Stromerzeugung aus Solaranlagen wird heute nicht erreicht. Dennoch erreichen die Photovoltaik(PV)-Anlagen um die Mittagszeit eine Gesamtleistung von 18.700 Megawatt (MW) und damit einen überdurchschnittlich hohen Wert für Februar. Die Leistung der Windkraftanlagen kommt auf rund 7.000 MW, wodurch die Gesamtbeitrag der beiden erneuerbaren Energien 25.700 MW beträgt. Hierdurch wird vermieden, dass zur Mittagszeit zusätzliche konventionelle Kraftwerkskapazitäten in Anspruch genommen werden müssen.

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