11.08.2014, 12:56 Uhr

RENIXX und DAX im Aufwind: Warten auf Zahlen bei Nordex zieht Vestas und Gamesa mit, Solarcity rutschen ab

Münster – Der Start in die neue Handelswoche ist an den Märkten geglückt, es herrscht gute Stimmung unter den Anlegern. Sowohl der regenerative Aktienindex RENIXX World (+1,28 Prozent, 405,42 Punkte) als auch der DAX (+1,5 Prozent, 9.147 Punkte) legen bislang zu.

Die Märkte folgen damit den positiven Vorzeichen, die zuletzt die Börsen in Übersee gesendet hatten. Die Anleger setzen auf eine Stabilisierung der Lage in den Krisengebieten in der Ukraine und im Nahen Osten. Am Devisenmarkt gibt der Eurokurs um 0,1 Prozent auf 1,3390 US-Dollar nach. Der Goldpreis gibt ebenfalls um 0,1 Prozent auf 1.308 US-Dollar je Feinunze nach.

Windwerte ziehen RENIXX nach oben - Sämtliche Dax-Werte gewinnen

Die positive Entwicklung im RENIXX wird vor allem durch die Windwerte getrieben. So finden sich die Anteilsscheine von Nordex (+9,1 Prozent, 14,02 Euro), Vestas (+7,2 Prozent, 33,97 Euro) und Gamesa (+4,5 Prozent, 9,30 Euro) an der Indexspitze. Lediglich der Pennystock von Hanergy schiebt sich mit einem Kursplus von 13,6 Prozent auf 0,13 Euro noch davor. Bei Nordex nutzen Anleger die Erwartungshaltung vor der Bekanntgabe der Quartalszahlen am Mittwoch, um sich noch einmal einzudecken. Klarer Tagesverlierer ist aktuell Solarcity (-9,5 Prozent, 52,33 Euro). Das Unternehmen hatte zum Ende der letzten Woche steigende Kundenzahlen, aber auch steigende Verluste gemeldet. Daraufhin zogen die Kurse nachbörslich an, Analysten gaben sogar eine Kaufempfehlung ab.

Im Dax können die Werte von Lufthansa (+3,0 Prozent, 12,54 Euro), Continental (+2,8 Prozent, 158,50 Euro) und ThyssenKrupp (+2,5 Prozent, 20,95 Euro) kräftig zulegen. Verlierer gibt es dagegen keine, sämtliche Aktien notieren, wenngleich teilweise durchaus knapp, im Plus.

Deutscher Strom doppelt so teuer wie französischer Strom

Zum Wochenstart verhalten sich die Strompreise im day-ahead-handel gegenläufig. So steigt der Preis in Deutschland um knapp 43 Prozent und notiert bei 3,095 Cent je Kilowattstunde (kWh). Der französische Strom wird billiger und liegt derzeit bei 1,504 Cent pro kWh (-15,8 Prozent). Durch diese unterschiedlichen Entwicklungen ist der deutsche Strom mehr als doppelt so teuer wie der französische. Der Preis für ein CO2-Zertifkat das zur Emission einer Tonne CO2 berechtigt, steigt im Vergleich zum Freitag wieder an. Aktuell notiert das Zertifikat bei 5,97 Euro (+ 0,67 Prozent).

Zum Beginn dieser Woche liegt der Preis für ein Barrel Öl der Nordseesorte Brent bei 104,7 US-Dollar (- 1,5 Prozent). Die amerikanische Sorte WTI notiert aktuell bei 96,9 US-Dollar je Barrel (- 0,4 Prozent). Der Heizölpreis fällt weiter, ein Liter Heizöl kostet zurzeit 80,6 Cent (-0,86 Prozent; inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). Am Wochenende konnten sich Autofahrer wieder über höhere Benzinpreise an deutschen Tankstellen ärgern. So notierte Diesel im Schnitt bei 1,369 Euro (+1,1 Prozent) pro Liter am gestrigen Sonntag. Auch der Preis für Super E10 stieg um 1,0 Prozent auf 1,518 Euro pro Liter.

Solar- und Windenergieanlagen erzeugen mehr als 50 Prozent der gesamten Leistung

Auch am Montag scheint die Sonne kräftig weiter, so dass zur Mittagszeit die Solaranlagen in Deutschland Strom mit einer Leistung von rund 17.100 Megawatt (MW) erzeugen. Die Windenergieanlagen beteiligen sich mit einer Leistung von rd. 13.300 MW an der Stromproduktion. Zusammen produzieren die beiden Erneuerbaren Energien Strom mit einer Leistung von knapp 30.400 MW. Damit tragen sie mehr als 50 Prozent des Bedarfs zur Mittagszeit bei. Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke sind gegen Mittag mit einer Leistung von rund 28.100 MW am Netz. Ohne Wind- und Sonnenenergie müssten konventionelle Kraftwerke zur Bedarfsdeckung mit rund 58.500 MW ans Netz gehen.

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