09.07.2014, 13:27 Uhr

RENIXX verliert weiter: Suzlon Schlusslicht – Sunpower und Nordex erholt – Trina meldet Großauftrag

Münster – Der internationale Aktienindex der Regenerativen Energiewirtschaft RENIXX World gibt am Mittwochvormittag weiter nach. Nach heftigen Verlusten von Dienstag (-4,2 Prozent) gibt der Index am Mittwoch bis zum Mittag um weitere 0,9 Prozent auf 394,81 Punkte nach.

Die Verluste von Dienstag waren die größten, die sich auf Tagesbasis seit August 2013 eingestellt haben. Insbesondere Solaraktien aus den USA fielen am Dienstag zurück. Im Gegensatz zum RENIXX kann der DAX am Mittwoch zumindest das Niveau von etwa 9.772 Punkten halten. Der Goldpreis steigt um 0,4 Prozent auf 1.325 US-Dollar je Feinunze. Der Eurokurs stagniert bei 1.361 US-Dollar.

Sunpower und Nordex holen auf

Im RENIXX heißen die größten Verlierer am Mittwochmittag Suzlon (-9,0 Prozent, 1,18 Euro) und Rec Silicon (-5,1 Prozent, 0,408 Euro). Sunpower (+2,7 Prozent, 27,21 Euro), Trina Solar (+1,8 Prozent, 8,36 Euro) und Nordex (+1,1 Prozent, 15,07 Euro) können hingegen jeweils einen Teil der Vortagesverluste wieder aufholen. Trina Solar profitiert dabei von einem neuen 200 Megawatt (MW) großen Solarmodul-Deal mit Zonergy.

Im DAX stehen neben Lufthansa (+1,5 Prozent, 15,24 Euro), Deutsche Bank (+0,9 Prozent, 25,78 Euro) und Allianz (+0,7 Prozent, 127,50 Euro) auch die Titel des Essener Versorgers RWE (+0,7 Prozent, 31,30 Euro) an der Indexspitze.

Französischer Strompreis bleibt unter 2-Cent-Marke

Sowohl die US-Rohölsorte WTI als auch die Nordseesorte Brent werden günstiger. WTI-Öl kostet derzeit ca. 102,80 US-Dollar je Barrel (-0,1 Prozent). Die Nordseesorte Brent wird rund 0,2 Prozent günstiger und notiert bei 108,80 US-Dollar (-0,2 Prozent). Der Heizölpreis setzt seinen Abwärtstrend weiterhin fort. Aktuell kostet ein Liter Heizöl 79,1 Cent (-0,9 Prozent; inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). Tanken ist in Deutschland am Dienstag wieder etwas teurer geworden. Diesel kostete gestern durchschnittlich 1,359 Euro pro Liter (+0,1 Prozent) und ein Liter Super E10 1,556 Euro (+0,2 Prozent).

Der deutsche und französische Strompreis entwickeln sich im day-ahead Handel gegenläufig. Während der deutsche Strom rund 1,8 Prozent günstiger wird und etwa 3,16 Cent pro Kilowattstunde (kWh) kostet, verteuert sich der französische Strom um knapp 24,6 Prozent auf ca. 1,95 Cent je kWh. Damit bleibt der französische Strompreis weiterhin unter der 2-Cent-Marke und deutlich günstiger als sein deutsches Pendant. CO2-Zertifikate zur Emission einer Tonne CO2 verteuern sich um gut 1,4 Prozent auf 5,75 Euro.

Mehr Wind- als Solarleistung an der Stromversorgung beteiligt

Die Solaranlagen kommen heute Mittag auf eine Leistung von rund 6.100 MW. Zur Mittagszeit gehen die Windkraftanlagen in Deutschland mit einer Leistung von rund 7.300 Megawatt (MW) ans Netz und übertreffen damit den Beitrag der PV-Anlagen. Zusammen sorgen die beiden Erneuerbaren für eine Leistung von 13.400 MW zur nachfragestarken Mittagszeit und reduzieren so den Bedarf an Kohle-, Gas- und Atomkraftwerks-Kapazitäten.

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