Repowering und Hybridkonzept: VSB setzt mit Windpark Löberitz europäische Wachstumsstrategie um

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Dresden – Die VSB Gruppe hat in Löberitz im Landkreis Anhalt-Bitterfeld den Bau eines neuen Windparks offiziell gestartet. Beim symbolischen Spatenstich gaben Vertreter aus Politik und Wirtschaft den Startschuss für ein Projekt, das Repowering und Hybridisierung miteinander verbindet.
Die VSB Gruppe verfolgt mit dem Vorhaben ihre europäische Wachstumsstrategie weiter und setzt dabei auf die Modernisierung bestehender Standorte in Kombination mit hybriden Erzeugungsstrukturen an einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt.
Windpark Löberitz: Start mit Repowering
Im Zuge des Projekts werden fünf bestehende Windenergieanlagen durch drei moderne Turbinen des Typs Vestas V172-7.2 ersetzt. Die installierte Leistung steigt dadurch von 4,25 Megawatt auf 21,6 Megawatt. Gleichzeitig erhöht sich der erwartete Jahresertrag auf rund 65,7 Gigawattstunden – was einer nahezu verzehnfachten Stromproduktion entspricht. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Dr. Felix Grolman, CEO der VSB Gruppe, betont, dass Repowering ein wesentlicher Hebel für den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien in Europa ist. Vor dem Hintergrund von Initiativen wie dem europäischen Green Deal und REPowerEU gehe es dabei nicht nur um zusätzliche Kapazitäten, sondern auch um Versorgungssicherheit und eine höhere Resilienz. Durch die Modernisierung bestehender Standorte lasse sich die Stromerzeugung deutlich steigern, ohne neue Flächen zu erschließen.
Hybridkonzept als nächste Entwicklungsstufe
Ein weiterer zentraler Baustein des Projekts ist die Kombination unterschiedlicher Technologien. Der Windpark ist Teil eines geplanten Hybridparks, der Wind- und Solarenergie an einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt bündelt. Ergänzend ist eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit knapp 20 Megawatt Peak vorgesehen, perspektivisch ergänzt durch einen Batteriespeicher.
Diese Verknüpfung ermöglicht eine bessere Auslastung der Netzinfrastruktur, reduziert Schwankungen bei der Einspeisung und erleichtert die Integration erneuerbarer Energien in das Stromsystem. Laut VSB gelten solche Hybridlösungen als nächste Entwicklungsstufe im Energiesektor, da sie Effizienz und Stabilität im Energiesystem erhöhen.
Starke europäische Projekt-Pipeline
Das Projekt in Löberitz ist Teil der europaweiten Projektpipeline der VSB Gruppe, die mehr als 20 Gigawatt umfasst. Das in Dresden ansässige Unternehmen treibt den Ausbau von Wind-, Solar- und Speicherprojekten in mehreren europäischen Ländern voran. In Deutschland befinden sich derzeit Projekte mit einer Gesamtleistung von über 800 Megawatt im Genehmigungsverfahren, wodurch VSB einen wichtigen Beitrag zur Beschleunigung der Energiewende leisten will.
Quelle: IWR Online
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