01.06.2007, 08:25 Uhr

RWE Power investiert 100 Mio. Euro in polnische Windparks

Essen - Die Essener RWE Power will zwei große Windparks in Polen realisieren. Gemeinsam mit dem polnischen Partner Polish Energy Partners SA (PEP) ist geplant, an den Standorten in Tychowo, West-Pommern, und Suwalki, Masuren, Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von ca. 70 MW zu bauen. Zur Umsetzung des Vorhabens werden zwei Projektgesellschaften erworben, an denen RWE Power mit 70 und PEP mit 30 Prozent beteiligt sind. Die Gesamtinvestition liegt bei rund 100 Mio. Euro. Die Inbetriebnahme ist nach heutiger Planung für 2009/10 vorgesehen.
Beide Windparks werden, durch die vom Wind nach RWE-Angaben besonders begünstigten Standorte, mit 16 Windgeneratoren der Zwei-Megawattklasse in Tychowo und 19 in Suwalki voraussichtlich eine Strommenge von insgesamt rund 168.000 MWh jährlich erzeugen.
Im Zuge der Anpassung der polnischen Gesetzgebung an die EU-Richtlinien wird es nach RWE-Sicht auch in Polen einen starken Anstieg des Bedarfs an erneuerbaren Energien geben. Um diese Voraussetzungen zu erfüllen, müsste die derzeit installierte Leistung von rund 150 MW im Bereich der Windenergie bis 2011 auf 2000 MW gesteigert werden. RWE STOEN, einer der großen Energieversorger in Polen, kann daher durch die geplanten neuen Windparks seinen Verpflichtungen zum Bezug von Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu einem guten Teil aus eigener Erzeugung erfüllen. Zudem unterstreiche dieses Projekt auch die Bedeutung Polens als Investitionsstandort für die RWE-Gruppe, teilte das Unternehmen mit.
Insgesamt will RWE bis 2011 nach eigenen Angaben 700 Mio. Euro in regenerative Energien investieren. Dabei liege der Fokus auf Technologien, die bereits wettbewerbsfähig sind oder ein realistisches Potenzial dazu bieten. Neben der Windenergie seien das vor allem Biomasse und Wasserkraft in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Portugal, Frankreich und Polen. So baut RWE Power zurzeit für 70 Mio. Euro in Deutschland ein neues Wehrkraftwerk am Hochrhein bei Albbruck-Dogern und ist in Frankreich im Rahmen eines Gemeinschaftsunternehmens an der Errichtung des größten Onshore-Windparks des Landes beteiligt. Zusätzlich investiert RWE Power im Rahmen so genannter JI/CDM-Maßnahmen weitere 150 Mio. Euro in Klimaschutzprojekte in Schwellenländern. Daraus resultierende Zertifikate können für den Emissionshandel genutzt werden.
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Quelle: iwr/01.06.07/