RWE schließt langfristigen Windstrom-PPA mit Breedon zur Dekarbonisierung der britischen Baustoffindustrie

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Essen - Langfristige Stromabnahmeverträge sind ein wichtiges Instrument der Energiewende: RWE hat mit der britischen Breedon Group einen 15-jährigen PPA abgeschlossen. Der Deal verbindet die Lieferung von erneuerbarem Strom aus dem britischen Windenergieportfolio mit industrieller Dekarbonisierung und unterstreicht die Rolle langfristiger PPAs für die industrielle Dekarbonisierung.
RWE liefert im Rahmen des PPA-Vertrags mit dem britischen Baustoffproduzenten jährlich rund 70 Gigawattstunden Windstrom an Breedon-Standorte in Großbritannien. Der Strom stammt zunächst aus dem Offshore-Windpark Gwynt y Môr, ab 2033 erfolgt die Lieferung aus dem Onshore-Windpark Brechfa Forest West. Breedon nutzt den Windstrom zur Senkung von Scope-2-Emissionen in der Baustoffproduktion und zur Unterstützung seiner Netto-Null-Ziele bis 2050.
Langfristiger Windstrom-PPA zwischen RWE und Breedon bis 2041
RWE hat mit der britischen Breedon Group einen langfristigen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA) geschlossen, der die Versorgung mit erneuerbarem Strom mit industrieller Dekarbonisierung verbindet. Der Vertrag läuft über 15 Jahre bis 2041 und umfasst ein jährliches Liefervolumen von rund 70 Gigawattstunden erneuerbarer Energie aus dem britischen Windenergieportfolio von RWE.
Der Strom stammt zunächst aus dem Offshore-Windpark Gwynt y Môr in der Irischen See vor der Küste von Nordwales. Ab 2033 übernimmt der Onshore-Windpark Brechfa Forest West in Wales die Lieferung des erneuerbaren Stroms. Der PPA dient damit der langfristigen Versorgung mit erneuerbarem Strom für industrielle Anwendungen.
Olaf Lubenow, Leiter Commodity Solutions UK, Nord- und Südeuropa bei RWE, begrüßt die Kooperation: „Wir freuen uns sehr über diesen langfristigen PPA mit Breedon. Die Vereinbarung unterstreicht unser Engagement, die Baustoffbranche auf ihrem Weg in eine nachhaltigere Zukunft zu unterstützen. Durch die Versorgung mit zuverlässigem erneuerbarem Strom aus unserem Windportfolio helfen wir dabei, den CO2-Fußabdruck der Aktivitäten von Breedon zu reduzieren und gleichzeitig ihre Ambitionen zu unterstützen, ein nachhaltigeres Baustoffunternehmen aufzubauen.“
Breedon setzt PPA gezielt zur Dekarbonisierung der Baustoffproduktion ein
Die Breedon Group zählt zu den führenden Baustoffherstellern im Vereinigten Königreich und betreibt Produktionskapazitäten für Zuschlagstoffe, Asphalt, Transportbeton und Zement. Der Energieverbrauch in diesen Prozessen macht die Branche besonders emissionsintensiv und die Dekarbonisierung entsprechend herausfordernd.
Mit dem abgeschlossenen PPA sichert sich Breedon langfristig erneuerbaren Strom für seine britischen Geschäftsbereiche und reduziert damit vor allem die sogenannten Scope-2-Emissionen aus eingekauftem Strom.
Donna Hunt, Group Sustainability Director bei Breedon, hebt die strategische Bedeutung hervor: „Der Abschluss dieses Stromabnahmevertrags mit RWE ist ein bedeutender Schritt in unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Er sichert nicht nur langfristige Energiestabilität für Breedon, sondern beschleunigt auch die Dekarbonisierung unserer Aktivitäten und unterstützt unsere laufenden Investitionen in innovative, kohlenstoffärmere Produkte und Lösungen für die gebaute Umwelt.“
Breedon hat sich im Rahmen der Science Based Targets initiative (SBTi) verpflichtet, seine Emissionen entlang der Wertschöpfungskette deutlich zu reduzieren. Konkret sollen die absoluten Scope-1-, Scope-2- und relevanten Scope-3-Emissionen bis 2030 um 23,3 Prozent gegenüber 2022 sinken, während bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen erreicht werden sollen.
Neben der verstärkten Nutzung erneuerbarer Elektrizität setzt das Unternehmen zusätzlich auf Energieeffizienzmaßnahmen, Brennstoffwechsel und technologische Ansätze wie Carbon Capture, um die Dekarbonisierung der Baustoffproduktion weiter voranzutreiben.
Quelle: IWR Online
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