24.04.2014, 15:09 Uhr

Siemens liefert getriebelose Windenergie-Anlagen nach Schleswig-Holstein

Hamburg - Siemens Energy wird die Windenergieanlagen für den Onshore-Windpark Kniphagen in Ostholstein liefern. Der Betreiber setzt dabei auf direkt angetriebene Windturbinen, die ohne Getriebe auskommen. Siemens wird zudem für 20 Jahre Service und Wartung der Anlagen übernehmen.

Fünf Windturbinen des Typs Siemens SWT-3.0-113 wird Siemens bei dem 15-Megawatt-Projekt im Landkreis Ostholstein installieren. Am Standort Kniphagen sollen diese noch 2014 ans Netz gehen. Mit dem Projekt kommen erstmals in der Region direkt angetriebene Windturbinen von Siemens zum Einsatz. Wie der Hersteller angibt, wird die Zahl der Einzelkomponenten bei der direkt angetriebenen Turbine gegenüber den herkömmlichen Modellen mit Getriebe insgesamt um die Hälfte reduziert.

Auftraggeber will optimale Verfügbarkeit und maximale Energieeffizienz

Peter Spies, Geschäftsführer der Windpark Kniphagen GmbH & Co. KG, kommentiert die Entscheidung die direkt angetriebenen Windenergieanlagen: „Eine optimale Verfügbarkeit und maximale Energieeffizienz waren die beiden wichtigsten Kriterien bei der Auswahl unserer Windenergieanlagen.“

Wie Siemens mitteilt, wurde bei der Planung besonderer Wert darauf gelegt, die notwendigen Erdarbeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Durch vorausschauende Planung der Wege und Kranstellflächen sei es gelungen, die Versiegelung der Grünflächen in der naturnahen Anlage besonders klein zu halten.

Siemens macht über 40 Prozent des Umsatzes mit „grünen“ Produkten

Markus Tacke, CEO von Siemens Wind Power, sagt: „Das Beispiel Kniphagen unterstreicht, dass unsere modernen Windturbinen mit Direktantrieb nicht nur für große Onshore-Windkraftwerke die erste Wahl sind“. Man freue sich, mit der fortschrittlichen Technik und maßgeschneiderten Servicekonzepten zunehmend auch bei kleineren Projekten überzeugen zu können.

Windenergie und der dazugehörige Service sind Teil des Siemens-Umweltportfolios. Rund 43 Prozent des Konzernumsatzes, der im Finanzjahr 2013 rund 76 Mrd. Euro betrug, entfallen nach Angaben des Unternehmens auf grüne Produkte und Lösungen.

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