14.03.2014, 10:50 Uhr

Vestas greift Großauftrag ab und stellt Hunderte Mitarbeiter ein

Aarhus, Dänemark – Bereits Anfang des Jahres 2014 ergatterte Vestas eine Reihe von Großaufträgen. Jetzt hat der Windenergieanlagen-Hersteller aus Dänemark sein bislang größtes Projekt für Finnland mit einem Gesamtvolumen von 99 Megawatt (MW) erhalten. Zudem sucht das Unternehmen für seine US-Standorte neue Mitarbeiter.

Auch die aktuelle Nachfrage im US-Markt brummt. Um die Aufträge dort abarbeiten zu können, wurden und werden zahlreiche neue Mitarbeiter an mehreren Standorten in Colorado eingestellt.

99 MW Windenergie für Finnland

TuuliWatti Oy, führender Windpark-Betreiber in Finnland, betraute Vestas mit einem Großauftrag. Dieser besteht aus zwei Projekten, für die insgesamt 30 Vestas V126-3,3 MW-Anlagen zum Einsatz kommen sollen. Es werden dabei "Large Diameter Steel Towers"(LDST) von Vestas genutzt, die für größere Nabenhöhen und damit höhere jährliche Energieproduktion auch bei geringen Windgeschwindigkeiten sorgen sollen. Klaus Steen Mortensen, Präsident von Vestas Nordeuropa erklärte, dass Finnland ein zunehmend wichtiger Markt sei. Vestas zeige seine Fähigkeit, mit führender Technologie wie die V126-3,3 MW-Anlage und den LDST-Türmen seinen Kunden eine wettbewerbsfähige Position für die Windenergie-Erzeugung an Standorten mit niedrigen Windgeschwindigkeiten zu bieten.

Vestas hat eigenen Angaben zufolge etwa 25 Prozent der installierten Gesamtleistung Finnlands installiert. Insbesondere im Jahr 2013 lieferte Vestas fast 50 Prozent der neuen Windkraftanlagen des Landes.

Hohe Nachfrage steigert Bedarf an Mitarbeitern

Der gute Start ins Jahr 2014 bescherte Vestas erhebliche Aufträge auch in den USA. In der Folge konnte Vestas in seinen vier Fabriken in Colorado insgesamt 450 Mitarbeiter einstellen. Vestas erwartet, dass weitere 850 Stellen besetzt werden können, um die Produktion auszuweiten. Chris Brown, Präsident Vestas in den Vereinigten Staaten und Kanada kommentierte diese Entwicklung, indem er auf die hervorragenden Anlagen wie die V110 -2.0 MW und V100 -2.0 MW hinwies, die in dem US-Markt sehr wettbewerbsfähig seien. Einige der größten Energiekonzerne und Projektentwickler würden die Anlagen kaufen, weil sie Vertrauen in die bewährte Technologie, Qualität und Langlebigkeit der Vestas-Produkte hätten.

Der Abschwung der US-Windindustrie in 2011 und 2012 erwies sich nach eigenen Angaben als schwierig für Vestas. Heute ist das Unternehmen aber komplett schuldenfrei, konnte einen Gewinn im Jahr 2013 einfahren und erwartet starke Ergebnisse im Jahr 2014.

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