30.07.2019 16:00 Uhr

Betriebsversammlung

Betriebsversammlung:Zukunft von Senvion steht auf des Messers Schneide

Hamburg - Die Lage beim Windkraftanlagen-Hersteller Senvion ist nach dem Insolvenzantrag weiterhin hoch angespannt. Ob Senvion als Ganzes verkauft werden kann oder in Teilen zerschlagen wird, ist die zentrale Frage und bisher ungeklärt. Nach Angaben des NDR will Senvion heute (30.07.2019) in einer Betriebsversammlung die Mitarbeiter über den Stand informieren.

Senvion braucht nach Angaben des NDR monatlich rd. 35 Millionen Euro, um die Gehälter bezahlen zu können. Senvion hatte zuletzt rd. 4.000 Mitarbeiter, davon 1.000 in Schleswig-Holstein, 400 in Hamburg und 200 in Bremerhaven.

update vom 30.07.2019, 16:17 Uhr
Senvion hat sich mit seinen Kreditgebern auf eine finanzielle Unterstützung verständigt, welche die Fortführung der Geschäfte bis mindestens Ende August 2019 und möglicherweise darüber hinaus sicherstellt, sofern die laufenden Gespräche mit Kreditgebern erfolgreich abgeschlossen werden können. Die Einigung ermöglicht es Senvion, seinen M&A-Prozess fortzuführen und zeitnah ein Ergebnis zu erzielen. Gespräche mit möglichen Investoren befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, sind aber noch nicht abgeschlossen, teilte das Unternehmen mit.

Für den Fall eines Scheiterns der Verkaufsbemühungen für das Gesamtunternehmen oder dessen zentralen Geschäftseinheiten wird Senvion sich auf alle Optionen vorbereiten müssen. Deshalb wird die Geschäftsführung kurzfristig Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über einen Sozialplan und Interessensausgleich für Mitarbeiter in all jenen Geschäftsbereiche führen, für die innerhalb des vorgegebenen Zeitraums kein Investor gefunden werden kann.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2019

Themen
Windenergie, Senvion