Goldwind-Aktie verliert 6 Prozent
EU-Kommission prüft Goldwind wegen möglicher wettbewerbsverzerrender Subventionen
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Brüssel - Die Europäische Kommission hat eine eingehende Untersuchung gegen den chinesischen Windturbinenhersteller Goldwind Science & Technology Co., Ltd. eingeleitet. Hintergrund sind Hinweise, dass das Unternehmen staatliche Subventionen aus China erhalten haben könnte, die den Wettbewerb im EU-Binnenmarkt verzerren. Das Verfahren wird bei der Generaldirektion Wettbewerb unter der Fallnummer FS.100143 geführt.
Im Fokus stehen mögliche Zuschüsse, Steuervergünstigungen sowie Vorzugsfinanzierungen in Form von Darlehen, die Goldwinds Marktposition im europäischen Windkraftsektor stärken könnten. Goldwind ist in der EU unter anderem über die Tochtergesellschaft Vensys und weitere Gesellschaften vertreten und produziert sowie vertreibt Windkraftanlagen und zugehörige Dienstleistungen.
Die Kommission hatte bereits im April 2024 von Amts wegen eine Vorprüfung gestartet und Auskunftsersuchen an mehrere im Windkraftsektor tätige Unternehmen gerichtet. Auf Basis der gewonnenen Informationen sieht sie nun ausreichende Anhaltspunkte für eine vertiefte Untersuchung.
Rechtsgrundlage ist die Verordnung (EU) 2022/2560 über drittstaatliche Subventionen, die den Binnenmarkt verzerren. Die Verordnung gilt seit dem 13. Juli 2023 und gibt der Kommission die Befugnis, Wettbewerbsverzerrungen durch staatliche Unterstützungen aus Nicht-EU-Staaten zu untersuchen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.
Im weiteren Verfahren wird geprüft, ob die Subventionen tatsächlich Wettbewerbsverzerrungen verursachen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, kann die Kommission Verpflichtungszusagen akzeptieren, Auflagen oder Abhilfemaßnahmen anordnen oder das Verfahren ohne Einwände abschließen.
An der Börse reagierten Anleger zurückhaltend. Die Goldwind-Aktie gab am heutigen Handelstag um über 6 Prozent auf 1,48 Euro nach. Das Papier ist im globalen Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX (Renewable Energy Industrial Index) gelistet.
Quelle: IWR Online
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