29.04.2019 12:28 Uhr

Netzstabilität

Netzstabilität:Windtest Grevenbroich nimmt neuen Prüfcontainer in Betrieb

Grevenbroich - Die Bereitstellung von Systemdienstleistungen wie der dynamischen Netzstützung wird mit der wachsenden Zahl an räumlich verteilten Energieerzeugungseinheiten immer wichtiger. Unter anderem müssen Erzeugungseinheiten das Netz bei plötzlichen Spannungsänderungen stabilisieren. Über Fault-Ride-Through-Tests (FRT-Tests) durch unabhängige Messdienstleister müssen Erzeugungseinheiten ihre netzstabilisierenden Eigenschaften gemäß vieler nationaler und internationaler Normen nachweisen - in Deutschland z.B. gemäß der VDE-Anwendungsregeln 4105/4110/4120 und 4130.

Um die wachsende Nachfrage von Herstellern sowie Anlagen- und Netzbetreiber nach FRT-Tests bedienen zu können, hatte Windtest Grevenbroich (WTG) bereits im Juni 2018 die finale Investitionsentscheidung für die Anschaffung eines dritten Prüfcontainers gefällt. Mitte April wurde der neue Container zur Prüfung der Netzverträglichkeit nun in Betrieb genommen. Der Container zur Durchführung von Fault-Ride-Through-Tests (FRT-Tests) ist für den Einsatz im Mittelspannungsnetz ausgelegt und kann jede Art von Stromeinspeiser vermessen, egal ob Windenergieanlage, Verbrennungskraftmaschine, Speicher oder Photovoltaik-Wechselrichter.

„Mit unserem neuen Container können wir als einer der wenigen Anbieter überhaupt künftig Erzeugungseinheiten aller Größen vermessen, selbst jenseits der 10 Megawatt. Damit erweitern wir unser Leistungsportfolio um einen weiteren wichtigen Bereich“, sagt Michael Brand, Gruppenleiter Netzintegration bei WTG.

Quelle: IWR Online
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