09.11.2007, 10:14 Uhr

Wagner & Co setzt Meilenstein mit dem Bau der "Energieautarken Solarfabrik"

Cölbe (iwr-pressedienst) - Wagner & Co Solartechnik errichtet eine Fabrik für Solarkollektoren in Kirchhain / Hessen. Mit dem offiziellen Spatenstich der energieautarken Solarfabrik für die Produktion von bis zu 200.000 Sonnenkollektoren pro Jahr wurde dieser Tage mit dem Bau begonnen. Fertigstellung und Aufnahme der Produktion ist für den Frühsommer 2008 geplant.
In der neuen Solarfabrik wird auf einer Gebäudefläche von ca. 5.300 m² die Endfertigung der Typenreihe der EURO-Kollektoren stattfinden, zu der mit dem EURO-C20-AR der leistungsstärkste Flachkollektor auf dem Solarmarkt gehört. Hermann Scheer, Alternativer Nobelpreisträger und SPD-Bundestagsabgeordneter nahm am Baustart teil und sieht im integrierten Energiekonzept des Gebäudes und der Wachstumsperspektive für den Vertrieb von Solaranlagen ein klares Zeichen hin zu einer vollständigen Energieversorgung in Deutschland, mit einem Mix aus erneuerbaren Energien. „Wagner & Co ist schon immer ein Vorreiter auf dem Gebiet der Solartechnik gewesen. Wer fast 30 Jahre durchgestanden hat, hat eine besondere Kraft“, so Hermann Scheer.
Das integrierte Energiekonzept für das Gebäude sieht neben konsequenter Energiespartechnik eine praktisch autarke Energieversorgung vor, die ausschließlich regenerativ und CO2-neutral an Ort und Stelle gewonnen wird. Zu diesem Konzept zählen u.a. ein für Industriegebäude überdurchschnittlicher Dämmstandard bei Außenwänden, Dach und Fenstern, eine energiesparende Heiztechnik wie Deckenstrahler und Betonkernaktivierung, eine PV-Anlage mit einer Leistung von 250 kWp, eine moderne Hackschnitzelanlage für die Heizung, die mit Verpackungsholz aus der eigenen Produktion betrieben wird sowie eine thermische Solaranlage für die Warmwasserversorgung der Duschen und Sanitärräume. Eine Regenwasseranlage für die Toilettenspülung ergänzen das ökologische Gesamtkonzept.
Die Produktion der Solarkollektoren kann zukünftig in bis zu fünf parallelen Fertigungslinien erfolgen. So können verschiedene Varianten des EURO-Kollektortyps gleichzeitig gefertigt und die Produktion immer flexibel den Bedürfnissen des Marktes und der Kunden angepasst werden, teilte der Hersteller mit. Auch die Integration zukünftiger Kollektorgenerationen, die sich derzeit noch im Entwicklungsstadium befinden, sei ein wesentlicher Bestandteil des Produktionslayouts und sichert damit die Zukunftsfähigkeit der Fertigungsanlage.
Neben der Produktion und den Arbeitsabläufen spielten auch die Logistik und die Optimierung des Warenflusses eine große Rolle bei der Konzeption der Solarfabrik. Die Anlieferung von Produktionsmaterial, das Rohteilelager und die Lagerung sowie der Abtransport der fertigen Kollektoren werden in das Gebäude integriert.
Für die Entladung des angelieferten Materials wird ein spezieller Anbau an das Gebäude als Ladezone innerhalb der temperierten Gebäudehülle errichtet, der ein witterungsgeschütztes Abladen ermöglicht und die Wärmeverluste durch offen stehende Hallentore vermeidet. Die fertigen Kollektoren werden über sechs rationelle Andocktore auf die Transport-LKWs für den Warenausgang verladen.
Wagner & Co verspricht sich von der Investition in die neue Kollektorfabrik eine höhere Effektivität in der Produktion durch die Optimierung der Arbeitsabläufe und Senkung der Transport- und Lagerkosten. Die parallele Fertigung verschiedener Kollektortypen und Produktions-Chargen wird die Möglichkeiten verbessern, Produktinnovationen schneller zu realisieren, flexibel auf Nachfrageänderungen zu reagieren und speziellen Wünschen von Großkunden entgegenzukommen.
Die Planung der Kollektorfabrik und die Grundstückslage berücksichtigen schon jetzt die Möglichkeit, in einigen Jahren bei weiterem Wachstum das Gebäude und die Produktionskapazitäten zu vergrößern, teilte das Unternehmen mit. Die Option für eine angrenzende Grundstücksfläche innerhalb des Gewerbegebiets wurde gesichert.
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Quelle: iwrpressedienst/09.11.07/