Bundesregierung reformiert Nationalen Wasserstoffrat – stärkerer Fokus auf Markthochlauf und Wirtschaftlichkeit

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Berlin – Die Bundesregierung hat eine Reform des Nationalen Wasserstoffrats (NWR) beschlossen und richtet das Beratungsgremium strategisch neu aus. Künftig sollen wirtschaftliche Fragestellungen beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft stärker in den Mittelpunkt rücken. Zudem wird das Mandat des Rates auf Wasserstoffderivate und weitere klimafreundliche Moleküle ausgeweitet.
Der Nationale Wasserstoffrat war im Jahr 2020 als zentrales Beratungsgremium der Bundesregierung zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie eingerichtet worden. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums sollen die Arbeit des Rates künftig enger an den Prioritäten der Bundesregierung ausgerichtet und die Gremienstruktur insgesamt verschlankt werden.
Wirtschaftliche Perspektive rückt stärker in den Fokus
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche begründete die Reform mit den veränderten Anforderungen beim Aufbau eines Wasserstoffmarktes. Nach dem Aufbau technischer und regulatorischer Grundlagen rückten nun zunehmend wirtschaftliche Fragen in den Vordergrund. „Dafür brauchen wir eine Beratung, die die Entwicklungen im Markt eng begleitet und praxisnahe Impulse liefert“, erklärte Reiche.
Auch andere Ressorts betonten die Bedeutung des Wasserstoffhochlaufs für Industrie, Verkehr und Klimaschutz. Bundesumweltminister Carsten Schneider erklärte, Wasserstoff sei „unverzichtbar für ein flexibles, sicheres und bezahlbares Energiesystem“. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder verwies auf die Bedeutung von Wasserstoff und seinen Derivaten für den Schwerlastverkehr und andere Bereiche klimafreundlicher Mobilität.
Neubesetzung des Gremiums ab Juli 2026
Mit der Reform endet die Amtszeit der bisherigen Mitglieder des Nationalen Wasserstoffrats zum 30. Juni 2026. Die letzte Sitzung des Gremiums in seiner bisherigen Zusammensetzung findet am 18. Juni statt. Auf Grundlage der neuen Satzung, die am 1. Juli 2026 in Kraft tritt, sollen anschließend neue Mitglieder berufen werden.
Die Bundesregierung verspricht sich von der Neuausrichtung eine stärkere Praxisorientierung und zusätzliche Impulse für den Markthochlauf von Wasserstoff. Ziel bleibt es, Wasserstoff als zentralen Baustein für die Dekarbonisierung von Industrie, Verkehr und Energiesystem in Deutschland zu etablieren.
Quelle: IWR Online
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