Bayern: 2,3 Mio. Euro für 21 neue BiomasseheizwerkeMünchen - Bayern will seine Spitzenposition bei der Nutzung von Holzenergie weiter ausbauen. Zum Ende des vergangenen Jahres hat Landwirtschaftsminister Josef Miller für 21 neue Biomasseheizwerke auf Holzbasis Fördermittel zugesagt. Die Anlagen verwerten Wald- und Resthölzer, die früher meist ungenutzt im Wald liegen blieben oder dort verbrannt werden mussten, um den Befall mit Forstschädlingen einzudämmen, teilte das bayerische Landwirtschaftsministerium mit. Für die 21 neuen Anlagen mit modernster Abgasreinigung werden vom Freistaat insgesamt rd. 2,3 Mio. Euro aus Landesmitteln bereitgestellt. Von Ansbach bis Zangberg werden damit in ganz Bayern öffentliche und private Gebäude mit umweltfreundlicher Wärme versorgt. So werde der Ausstoß von insgesamt rund 16.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden.
Miller bezeichnete die Projekte als „Musterbeispiele für eine vorausschauende klima- und ressourcenschonende Energieversorgung“. Angesichts knapper werdender fossiler Brennstoffe und der Treibhausproblematik werde die energetische Nutzung regenerativer Biomasse immer wichtiger. Allein im Jahr 2006 wurden in Bayern insgesamt rund 4,5 Mio. Tonnen Holz in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln und Pellets und damit 21 Prozent mehr als im Vorjahr verwendet. Landesweit gibt es nach Angaben des Ministeriums bereits über 270 geförderte Biomasseheiz- und -heizkraftwerke. Der Anteil der Biomasse am Primärenergieverbrauch in Bayern liegt bei 5,2 Prozent.
Durch Biomasse werden in Bayern jährlich rund 6,3 Mio. Tonnen Kohlendioxid eingespart, teilte das Landwirtschaftsministerium weiter mit. Von 1990 bis Ende 2006 habe die Staatsregierung insgesamt 220 Mio. Euro – davon rund 179 Mio. Euro allein aus Landesmitteln – in die Energieerzeugung aus Nachwachsenden Rohstoffen investiert. Besonders gefragt seien bei der Organisation der Belieferung von Biomasseheizwerken auch die Zusammenschlüsse der Waldbesitzer.
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Quelle: iwr/08.01.08/
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