Iberdrola setzt auf Niederspannungs-Technologie von GE Energy
Salzbergen - Angesichts neuer und sich abzeichnender Standards zur Erhöhung der Stabilität von Versorgungsnetzen, rüstet die spanische Unternehmensgruppe Iberdrola Turbinen ihre Windparks in den Regionen Kastilien La Mancha, Murcia und La Rioja auf. Der weltgrößte Betreiber von Windenergieparks hat sich für die Netzintegrationstechnik von GE Energy entschieden. GE Energy installiert bei 290 GE 1.5 Megawatt-Windturbinen in den drei spanischen Regionen die neuen Frequenzumwandler. Sie operieren auf Basis des firmeneigenen, patentrechtlich geschützten Niederspannungssystems Low Voltage Ride Thru (LVRT) und erlauben einen unterbrechungsfreien Windturbinenbetrieb auch bei vielfältigsten Netzstörungen.
"Spanische Energieversorgungsbetriebe haben ihre Anforderungen an die Windenergie erhöht", sagte Ricardo Cordoba, President GE Energy Western Europe and North Africa. "Windturbinen, die nicht über Fähigkeiten wie die LVRT-Technologie verfügen, erfüllen die Anforderungen einer speziellen Einspeisepolitik nicht mehr."
Bei diesem Projekt mit Iberdrola handelt es sich um die erste Nachrüstung von Windturbinen mit LVRT in Europa. Die Installationsarbeiten werden vom spanischen Außendienst-Team von GE Energy durchgeführt.
In der Vergangenheit wurden Windturbinen so konzipiert, dass sie im Falle von erheblichen Systemstörungen wie Blitzeinschlag, Geräte- oder Stromleitungsausfall automatisch in den "offline"-Modus wechselten. Dieser Verlust in der Stromerzeugung wirkte sich direkt auf die Stabilität des Versorgungsnetzes aus und führte zu kaskadierenden Effekten und Einnahmeverlusten. Heute fordern Versorgungsnetzbetreiber, dass Windparks den Betrieb bei Netzstörungen aufrecht erhalten (Ride Through) und am Netz bleiben, um weiter Energie in das Versorgungsnetz einspeisen zu können.
Technologie für bestehende und neue Standards
Die LVRT-Technologie von GE Energy ist so konzipiert, dass sie eine Ride-Trough-Kapazität von bis zu 15 Prozent der Netzspannung für eine Dauer von mindestens 500 Millisekunden liefern kann, teilte das Unternehmen mit. Die Technologie ist Teil der GE Wind RIDE-THRU Produktfamilie, zu der auch die Nullspannungs-Ride-Through-Technologie zählt. Beide Systeme sind so konzipiert, dass sie sowohl den bestehenden, als auch den neu entstehenden Standards zur Erhöhung der Zuverlässigkeit von Versorgungsnetzen weltweit entsprechen.
Die Windparks der Iberdrola Gruppe erzeugen 7.608 Megawatt der weltweiten Windenergie, und das Unternehmen wird diese Leistung mit zusätzlichen Windenergiekapazitäten in Höhe von 1.686 Megawatt aufstocken. GE Energie ist ein führender Windturbinenlieferant der Iberdrola Gruppe. Anfang des Jahres verkündete der Geschäftsbereich Erneuerbare Energien von Iberdrola, dass man weitere 200 GE 1.5 Megawattwindturbinen erwerben werde, die eine Leistung von 300 Megawatt liefern; genug, um 75.000 Haushalte mit Energie zu versorgen. Diese Turbinen werden im Jahr 2010 geliefert.
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