Baden-Württemberg: Ausbau der Windenergie stärkt Wirtschaft - 2.400 MW bis 2020 möglich
Stuttgart - Ein beschleunigter Ausbau der Windenergie wird starke positive Effekte auf Wirtschaft, Beschäftigung und Umweltschutz im Südwesten Deutschlands haben. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in seiner Studie "Wertschöpfung und Beschäftigung durch Windenergie in Baden-Württemberg". Laut der vom Bundesverband WindEnergie (BWE) und Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie ließe sich der Bestand an Windkraftanlagen in Baden-Württemberg bis 2020 verfünffachen. Gerade vor dem aktuellen Hintergrund der Abschaltung mehrerer AKWs sei die Erschließung von Windkraftpotentialen eine logische Konsequenz, erklärte Andree Böhling von Greenpeace.
Durch einen Zubau von 70 bis 80 Windkraftanlagen pro Jahr könne die Windkraftleistung im Bundesland bis 2020 auf rund 2.400 MW erhöht werden, erklärten BWE und Greenpeace. Dadurch könnten 8.850 Jobs geschaffen werden, so ergab die Studie. Land und Kommunen könnten von einer Verdreifachung der Wertschöpfung profitieren. Zudem könnten die Energiekosten um ca. 512 Mio. Euro gesenkt und damit die Unabhängigkeit von Stromimporten erhöht werden. Sylvia Pilarsky-Grosch, Vizepräsidentin des BWE, forderte die Möglichkeit zur Planung und Errichtung von Windkraftanlagen auch außerhalb von ausgewiesenen Vorrangflächen. Dafür müssten die Kommunen auch selbst Flächen ausweisen dürfen, nicht nur die regionalen Planungsbehörden.
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© IWR, 2011