Bundesverband Geothermie gründet "Büro für Internationale Koordination"
Berlin - Mit einem "Büro für Internationale Koordination" will der Bundesverband Geothermie die Einbindung der deutschen geothermischen Aktivitäten in die weltweite Branche der Erdwärmenutzung fördern. Hiesige Unternehmen sollen ihr Know-how auch auf dem globalen Markt vermehrt einbringen können. Zu den Zielen der neuen Stelle des Bundesverbandes gehören die Entwicklung eines Netzwerks zwischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen, die Initiierung grenzüberschreitender Projekte sowie die Ansiedlung internationaler Geothermieunternehmen in Deutschland. Der Sitz des internationalen Koordinationsbüros ist in Bochum. Seit dem 1. März 2011 steht dort den Akteuren der Geothermiebranche mit Dr. Eckehard Büscher ein Ansprechpartner für internationale Angelegenheiten zur Verfügung.
Weltweiter Geothermie-Jahresumsatz bei 50 Mrd. Euro
Büscher war zuvor als Planer, Berater und Geschäftsführer in der deutschen und internationalen Ver- und Entsorgungswirtschaft tätig. Nun steht für ihn die Frage im Mittelpunkt, wo weitere Ansätze für eine Beteiligung deutscher Unternehmen im internationalen Geothermiemarkt liegen. "Das vorhandene Fachwissen in Deutschland ist riesig und die Möglichkeit zur Nutzung der Erdwärme ist weltweit vorhanden. Daher liegen im Export des hiesigen Know-hows ungeheure Chancen für die deutsche Wirtschaft. Meine Arbeit soll dazu beitragen, dass deutsche Unternehmen an dem weltweiten Jahresumsatz im Bereich Geothermie von 50 Mrd. € stärker partizipieren", sagt Büscher.
Seit Anfang des Jahres 2011 ist Deutschland auch der neue Standort des geothermischen Weltverbandes "International Geothermal Association" (IGA). Horst Rüter, Präsident des GtV-Bundesverbandes Geothermie, erwartet daher wichtige Synergieeffekte für die Branche.
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