02.05.2011, 10:48 Uhr

Siemens baut Gleichstrom-Übertragung mit Rekordleistung

München – Siemens wird Stromrichterstationen für eine Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsanlage (HGÜ) mit einer Leistung von zweimal 1.000 MW bauen. Die Anlage soll nach Angaben des Industriekonzerns das französische mit dem spanischen Stromnetz verbinden. Die zum Teil aus EU-Mitteln finanzierte HGÜ-Anlage soll ab 2013 die Gesamtleistung von 2000 MW via Gleichstrom unterirdisch über 65 km übertragen, so Siemens. Dafür solle die neue Technik „HDVC Plus“ zum Einsatz kommen. Die Anlage sei flexibel und ermögliche einen Blindleistungsaustausch zwischen jedem Stromrichter und dem Drehstromnetz, was bei Überlastungen die Netze stabilisiere.

HGÜ verlustärmer als Wechselstrom

Siemens betonte die hohe Bedeutung des Netzausbaus in Europa, um die weitere Verbreitung der erneuerbaren Energien zu ermöglichen. Wechselstrom sei bei der Übertragung über weite Entfernungen via Erd- oder Seekabel zu verlustreich, weshalb flexible, robuste und wenig störanfällige Gleichstromübertragungssysteme genutzt werden müssten. HGÜ-Verbindungen haben 30 bis 40 Prozent weniger Übertragungsverluste, so Siemens.

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