Frankreich startet neue 1.000 MW-Offshore-Ausschreibung
Paris – Die französische Umwelt- und Energieministerin Delphine Batho hat eine neue Ausschreibungsrunde für Offshore-Windenergie-Projekte mit einer Leistung von 1.000 Megawatt (MW) gestartet. Es handelt sich dabei um Projekte, die an der nordfranzösischen Küste vor Tréport sowie nahe der beiden Atlantikinseln Île d’Yeu und Noirmoutier westlich vom französischen Festland umgesetzt werden sollen. Durch die neuen Offshore-Ausschreibungen werden nach Angaben der französischen Regierung Investitionen in von Höhe von 3,5 Mrd. Euro ausgelöst und etwa 10.000 Arbeitsplätze sichern. Die jährlichen Kosten für die Allgemeinheit werden mit 500 Mio. Euro beziffert.
Erste Ausschreibungsrunde ist bereits abgeschlossen
Diese Ausschreibung ergänzt einen ersten Tender über vier Projekte mit einer Kapazität von rund 2.000 MW, der inzwischen schon abgeschlossen und vergeben ist. Im Lauf des Jahres 2012 wurden die Industrie-Konsortien Éolien Maritime France und Ailes Marines SAS als die Gewinner für den Bau der ersten Offshore-Parks ermittelt. Das Investitionsvolumen wurde dabei mit etwa sieben Milliarden Euro angegeben. An den Konsortien beteiligt sind u.a. die französischen Firmen EDF Energies Nouvelles, Alstom, Areva, Technip und Neoen Marine. Frankreich will vor seinen Küsten bis 2020 Offshore-Windparks mit einer Leistung von insgesamt sechs Gigawatt (GW) installieren und hat zuletzt eine nationale Debatte zum Ausbau der erneuerbaren Energien im eigenen Land gestartet.
© IWR, 2013