20.03.2013, 13:28 Uhr

Börse am Mittag: DAX und RENIXX im Plus - SolarWorld erholt sich, Suntech Power meldet Konkurs an

Münster – RENIXX World (+1,5 Prozent, 197,44 Punkte) und der DAX (+0,4 Prozent, 7.979 Punkte) können im heutigen Handel bislang Zuwächse verbuchen. Obwohl sich besonders der RENIXX heute fester zeigt, überschattet die Meldung, dass Suntech Power Konkurs angemeldet hat, die Regenerative Energiewirtschaft. Das Unternehmen zählt zu den größten Solarmodul-Herstellern weltweit. Zudem schauen die Anleger weiter gespannt nach Zypern, wo das Parlament das umstrittene Rettungspaket zurückgewiesen hat. Nun soll der Inselstaat neue Vorschläge präsentieren. Der Eurokurs klettert um 0,4 Prozent auf 1,292 US-Dollar. Der Preis für eine Unze Feingold gibt um 0,2 Prozent auf 1.611 US-Dollar nach.

Suntech Pleite – SolarWorld legt zu

Einer Mini-Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge hat Suntech Power Insolvenz angemeldet. Eine entsprechende Nachricht des Unternehmens liegt derzeit noch nicht vor, allerdings meldete Suntech zwei neue Direktoren im Aufsichtsrat, wobei Weiping Zhou direkt als neuer Präsident von Suntech fungieren soll. Die Aktie bricht um 36,8 Prozent auf 0,295 Euro ein. Profitieren kann das Wertpapier des deutschen Suntech-Konkurrenten SolarWorld (+5,6 Prozent, 0,887 Euro). Allerdings war das SolarWorld-Papier auch am Vortag nach dem Abstieg aus dem TecDAX um über 9 Prozent eingebrochen. Im DAX heißen die Gewinner heute Bayer (+2,2 Prozent, 79,94 Euro) und Deutsche Bank (+1,4 Prozent, 32,44 Euro). Die Deutsche Bank erklärte, ihr Ergebnis für 2012 aufgrund deutlich gestiegener Rückstellungen für Rechtsrisiken in den USA anpassen zu müssen. Obwohl sich das Ergebnis vor Steuern reduzieren wird, legt die Aktie des Finanzinstituts zu.

Spritpreise klettern

An den deutschen Tankstellen haben die Preise gestern weiter zugelegt und damit das kleine Preistal der beiden letzten Wochen vorerst durchschritten. Für einen Liter Diesel zahlten die Autofahrer gestern im Bundesdurchschnitt 1,44 Euro (+0,2 Prozent) und für die gleiche Menge Benzin (Super E10) 1,56 Euro (+1,0 Prozent). Der Rohölpreis steigt ebenfalls. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent klettert im heutigen Handel um bislang 0,5 Prozent auf 108 US-Dollar/Barrel und ein Fass der US-Sorte WTI verteuert sich um 0,8 Prozent auf gut 93 US-Dollar. Der Heizöl-Preis gibt hingegen um 0,4 Prozent auf 86,4 Cent je Liter nach (inkl. MWSt; bei Abnahme von 3.000 Litern). Die Börsen-Strompreise klettern in Deutschland (+10,4 Prozent, 5,56 Cent/kWh) und in Frankreich (+3,3 Prozent, 6,82 Cent/kWh). Der Preis für Verschmutzungsrechte für CO2-Emissionen fällt weiter. Ein EU-CO2-Zertifikat zur Emission einer Tonne CO2 kostete gestern 3,43 Euro (-1,7 Prozent).

Fast 10.000 MW Solarenergie am Netz

Nach den aktuellen Daten und Prognosen klettert die Solarleistung zur Stromproduktion in Deutschland bis zur nachfragestarken Mittagszeit auf knapp 10.000 Megawatt (MW) und macht damit das Zuschalten von konventionellen Kraftwerken überflüssig. Bereits gegen 7:00 Uhr haben die Solaranlagen mit mehr als 1.000 MW zur Stromproduktion beigetragen und werden voraussichtlich erst zwischen 17:00 und 18:00 Uhr aufhören, Strom zu liefern. Die Windenergie beteiligt sich den gesamten Tag über mit einer Leistung zwischen 2.400 und 3.600 MW an der Stromerzeugung. Der Bedarf an konventionellen Kraftwerken ist am Abend mit etwa 60.000 MW am größten. Ohne Wind- und Solarenergie müssten am Mittag konventionelle Kraftwerke mit einer Leistung von knapp 70.000 MW Strom liefern.

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