10.06.2013, 11:35 Uhr

Offshore- oder Onshore-Windenergie: UBA-Studie heizt Diskussion an

Münster – Das Bundesumweltamt (UBA) geht von einem großen Onshore-Windenergiepotential aus. Nach Informationen des „Spiegel“ stellt die Behörde im Rahmen einer Studie fest, dass in Deutschland theoretisch bis zu 1.190 Gigawatt (GW) Onshore-Windenergieleistung errichtet werden könnten. Demnach könnten die Anlagen im Jahr rd. 2.900 Mrd. kWh Strom liefern, der Brutto-Stromverbrauch in Deutschland erreichte 2012 einen Wert von 617 Mrd. kWh. Nach Ansicht des UBA würde eine installierte Windenergie-Leistung von rd. 60.000 Megawatt reichen, um im Zusammenspiel mit anderen Energieträgern Deutschlands Stromversorgung zu sichern. Wie der „Spiegel“ berichtet, würde die Offshore-Windenergie somit nicht benötigt.

Bereits mehr als 30.000 MW installiert

Bis Ende 2012 waren in Deutschland rd. 31.300 MW Windenergieleistung (Onshore und Offshore) am Netz. Die Stromerzeugung aus Windenergie summiert sich im Jahr 2012 auf einen Wert von rd. 46 Mrd. kWh. In den letzten Jahren (2007-2011) erreichten die Windenergieanlagen in Deutschland Vollaststundenzahlen von rd. 1.400-1.800 und bleiben damit deutlich hinter der Steinkohle (3.600-4.800 Volllaststunden) oder der Braunkohle (6.600-7.000 Vollaststunden) zurück. Onshore-Windenergie liefert keinen Grundlaststrom, der im Rahmen der Energiewende zum Ersatz der Atomkraftwerke und auch von Kohlekraftwerken benötigt wird.

Offshore-Windenergie ist grundlastfähig

Demgegenüber bietet der Ausbau der Offshore-Windenergie die Möglichkeit, grundlastfähigen Strom aus Windenergie zu produzieren. So erreichten die zwölf Windenergieanlagen der ersten deutschen Hochseewindparks alpha ventus im Betriebsjahr 2012 rd. 4.460 Volllaststunden. Damit erreicht der Windpark einen Wert, auf dem Niveau des Betriebsjahres 2011 liegt und deutlich höher ausfällt als der entsprechende Vergleichswert der Steinkohle-Kraftwerke (2011: 3.790 Volllaststunden). Der grundlastfähige Offshore-Windstrom wird somit im Rahmen der Energiewende benötigt, um die bisherigen fossilen und atomaren Grundlastkapazitäten zu ersetzen.

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Original-Pressemitteilung: Offshore-Windenergie: Ausbau senkt Kosten
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