IWR-Start | News | Windenergie | Offshore Windenergie | Solarbranche | Bioenergie | Energiejobs | Intern.

Top 50 Firmen | RENIXX World | Politik | Termine | Messen | Newsletter | | |
 
28.08.2014, 08:18 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Schweiz: Altersschwache Atomkraftwerke in der endlosen Nachrüstschleife

Münster - In der Schweiz produzieren fünf Atomkraftwerke (AKW) Strom, die alle zwischen 1969 und 1984 den Betrieb aufgenommen haben. AKWs sind eigentlich auf eine Betriebszeit von nur 40 Jahren ausgelegt. Jetzt diskutieren die Schweizer, wie sie die altersschwachen Anlagen auch über diese Altersgrenze hinaus weiter betreiben können.

Alternde Atomkraftwerke und der Umgang mit den technisch immer anfälligeren Kraftwerken wird in vielen europäischen Ländern zunehmend zu einem Problem. Investitionen in neue AKWs rechnen sich bei den niedrigen Strompreisen nicht. Die Schweiz will die bestehenden Kernenergie-Anlagen einfach länger laufen lassen und hat sich dabei eine Art endlose Nachrüstschleife ausgedacht.

Alte Schweizer Atomkrafterke sollen alle zehn Jahre nachgerüstet werden
AKWs in der Schweiz, die die betriebliche Altersgrenze von 40 Jahren erreicht haben, sollen laut Plan dann ein neues Betriebskonzept mit nicht näher definierten "höheren Anforderungen" vorlegen. Wenn dieses Konzept dann durch das ENSI (Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat) genehmigt ist, erfolgt eine Verlängerung der AKW-Laufzeit um weitere zehn Jahre. Danach kann wieder eine Verlängerung um zehn Jahre beantragt werden, usw. Ein fixes AKW-Abschaltdatum selbst für Uralt-Anlagen soll es demnach nicht geben.

Alte AKW: Oldtimer bleibt auch mit Nachrüstung ein Oldtimer
Eigentlich kommt die Entwicklung nicht überraschend, dass die AKWs in Europa zunehmend ihre betriebliche Altersgrenze erreichen. Doch in den meisten europäischen Ländern wird das Problem einfach vor sich hergeschoben. Kerkraftwerke sind auf eine Laufzeit von 40 Jahren ausgelegt. Zwar können Komponenten ausgetauscht und länger eingesetzt werden, aber die physikalische Alterung (Werkstoffeigenschaften) von Großkomponenten stellt ein Risiko dar. Auch lässt sich die Gesamt- bzw. Grundkonstruktion eines AKW nicht durch eine Nachrüstung verändern. Kurzum: Wie bei alten Autos bleibt ein Oldtimer ein Oldtimer, auch wenn die einzelnen Komponenten neuwertig sind.

Steigendes Risiko durch altersschwache Atomkraftwerke
Nicht nur die Schweiz, auch Frankreich, Großbritannien oder Belgien sind von altersschwachen Atomkraftwerken betroffen. Zahlreiche technisch bedingte AKW-Ausfälle, zuletzt in Großbritannien und Belgien, belegen die stetig steigenden Risiken, die mit den immer älter werdenden Kernkraftanlagen verbunden sind.

Weitere News und Informationen zu diesem Thema:
Fünf britische Atomkraftwerke fallen aus - Windenergie springt ein
Belgien: Weiterer Atomreaktor fällt aus
Kernkraftwerke werden älter – Ersatz kostet weltweit über eine Billion Euro bis 2030
Ergänzende Infos zur AKW-Kostenanalyse im IWR-Monatsreport (10/2012; Seite 3)
Über den IWR- Monatsreport „Regenerative Energiewirtschaft“
© IWR, 2014







Meldung drucken | E-Mail: Artikel empfehlen
 

IWR-Newsticker Erneuerbare Energien:
Anzeige


Firma   -im Profil-



Produkte   -Anzeige-
21.09.2017 - Windenergie-Erlass für NRW geht ins Beteiligungs-Verfahren
21.09.2017 - Börse: RENIXX solide – Plug-Power-Aktie klettert weiter – Goldwind mit Absatzschwäche – Eon und RWE am Dax-Ende
21.09.2017 - Agora Energiewende prognostiziert sinkende EEG-Umlage
21.09.2017 - ABB erhält Großauftrag über Schnelllade-Stationen von EnBW
21.09.2017 - Kaiserwetter für Climate Finance Tool Award nominiert
21.09.2017 - Börse: RENIXX freundlich – Plug Power und Ballard Power gewinnen – PV-Aktien Jinkosolar, Sunpower und Canadian Solar unter Druck
21.09.2017 - Bioenergie-Forschung erhält neues Zentrum
20.09.2017 - Eon und Uniper auf Konfrontations-Kurs wegen Fortum-Angebot
20.09.2017 - Verband fordert Beibehaltung des Einspeisevorrangs für erneuerbare Energien
20.09.2017 - Deutsche Forschergruppe will Wasserstoff-Produktion günstiger machen
 
Strom-News
21.09.2017 - Windenergie-Erlass für NRW geht ins Beteiligungs-Verfahren
21.09.2017 - Börse: RENIXX solide – Plug-Power-Aktie klettert weiter – Goldwind mit Absatzschwäche – Eon und RWE am Dax-Ende
21.09.2017 - Agora Energiewende prognostiziert sinkende EEG-Umlage
21.09.2017 - ABB erhält Großauftrag über Schnelllade-Stationen von EnBW
21.09.2017 - Kaiserwetter für Climate Finance Tool Award nominiert
21.09.2017 - Börse: RENIXX freundlich – Plug Power und Ballard Power gewinnen – PV-Aktien Jinkosolar, Sunpower und Canadian Solar unter Druck
 
Naturschutz-News
19.09.2017 - Bioenergie-Branche will Holzasche nutzen
08.09.2017 - Umweltministerium fördert Elektro-Fahrzeuge der Post
07.09.2017 - Schottland für vorzeitiges Ende von Verbrennungs-Motoren
06.09.2017 - Endlager-Suchgesellschaft für Atommüll startet – "Seid Ihr denn wahnsinnig?"
28.08.2017 - Braunkohle-Bundesländer wollen keine schärferen Abgasregelungen für Kraftwerke
23.08.2017 - Eon schützt Offshore-Windpark vor Korrosion

 

Business- und Wirtschaftsthemen Erneuerbare Energien

  

Suche in IWR - Newsticker Original-Pressemitteilungen Produkte Firmenprofile


© IWR - Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien

Energie Business Verbund
Presse IWR-Pressedienst.de | Marketing Firmen | Stellen Energiejobs.de | Messen Energiekalender.de |

Energiethemen- und Branchenverbund
iwr.de |Windbranche.de | Offshore-Windenergie | ISolarbranche.de | Bioenergie-Branche |Solardachboerse.de |RenewablePress.com | RenewableEnergyIndustry | Windindustry | Offshore-Windindustry | Energiefirmen | Energiespeicher | Energieeffizienz

Verbraucher
Strompreisrechner.de | Stromtarife.de | Solardachboerse.de | Energiehandwerker.de

 
>> zurück
 
Home-IWREnglishWindenergieSolarenergieWasserkraftBioenergieGeoenergieEmail/Kontakt