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13.10.2014, 10:33 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

AKW-Subventionen: Hinkley Point C wird teurer als bisher bekannt

Münster - Gerade erst hat die EU-Kommission die britischen Milliarden-Subventionen für das Atomkraftwerk Hinkley Point C genehmigt. Insgesamt 14 Milliarden Pfund (akt. ca. 18 Mrd. Euro) sollten die beiden Atomkraftwerke zunächst laut britischen Angaben kosten. Doch erst mit der EU-Entscheidung über die AKW-Subventionen werden die wahren Kosten bekannt.

Die Entscheidung über die Genehmigung von Subventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkely Point C ist gerade erst gefallen, da sorgen die wahren Kosten für die beiden Atomkraftwerks-Blöcke mit je 1.600 MW Leistung für neue Diskussionen. Nach britischen Angaben lagen die Kosten bisher bei 14 Mrd. Pfund, d.h. aktuell rd. 18 Mrd. Euro. Tatsächlich ist der Finanzbedarf weit mehr als doppelt so hoch. Und auch das könnte noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Bau des britischen AKW schon jetzt um 13 Mrd. Euro höher als vor der EU-Entscheidung
Bei dem britischen Atomkraftwerk Hinkley Point C explodieren die Kosten schon jetzt, obwohl mit dem Bau des Atomkraftwerks noch gar nicht begonnen wurde. Die Baukosten werden nach den neuesten Zahlen bereits auf 24,5 Mrd. britische Pfund (rund 31,2 Mrd. Euro) geschätzt, teilte die EU mit. Bisher hatten die Briten die Kosten für das AKW Hinkley Point C mit 14 Mrd. Pfund (rd. 18 Mrd. Euro) beziffert. Die AKW-Kosten in Höhe von 18 bzw. 19 Milliarden Euro werden in fast allen Medien zitiert. Auf Anfrage von IWR Online bei der EU-Kommission teilte diese mit, dass die neuen Zahlen von den britischen Behörden genannt wurden. Die Finanzierung des Kernkraftwerks Hinkley Point C erfordert laut EU-Kommission allein eine Fremdfinanzierung in Höhe von 17 Mrd. Pfund (rund 21,6 Mrd. Euro). Das benötigte Gesamtkapital wird sich laut EU-Kommission auf ungefähr 34 Mrd. Pfund (rund 43 Mrd. Euro) belaufen.

Österreich klagt vor dem Europäischen Gerichtshof
In einem ausführlichen Gutachten an die EU-Kommission zu den geplanten staatlichen Beihilfen vom 4. April 2014 hatte Österreich dargelegt, weshalb die Atomenergie gerade nicht dem Umweltschutz dient und die britischen Atomkraftwerke als etablierte Technologie keine staatlichen Beihilfe erhalten sollen. Die Bundesregierung in Österreich will die Entscheidung anfechten. "Wir werden die Entscheidung, Subventionen für Atomstrom zu genehmigen, nicht akzeptieren. Wie angekündigt, werden wir eine Klage beim Europäischen Gerichtshof vorbereiten und einbringen", erklärten Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner im Kurier. Für Österreich sei klar, dass alternative Energieformen förderungswürdig seien, nicht aber die Atomenergie.

Warum Deutschland schweigt
In Deutschland geben sich die Bundesregierung und das Bundeswirtschaftsministerium beim Thema Subventionen für das britisches AKW Hinkley Point C ausgesprochen wortkarg und zurückhaltend. Möglicherweise ist die Angelegenheit zu heikel. Während die Bundesregierung bei den erneuerbaren Energien in Deutschland mit Bezug auf eine angebliche EU-Forderung von festen Vergütungssätzen auf wettbewerbsorientierte Ausschreibungen umschwenkt, gilt dies mit Billigung derselben EU-Kommission für britische Atomkraftwerke offenbar nicht. Das britische AKW Hinkley Point C darf mit dem Segen der EU-Kommission über eine feste Vergütung (rd. 11 cent pro Kilowattstunde Atomstrom) über 35 Jahre, zzgl. Inflationsausgleich, und ohne Ausschreibung gefördert werden.
Auch ist offiziell nicht klar, wie der deutsche Energiekommissar Oettinger abgestimmt hat. Eine Aufstellung über das Abstimmungsverhalten der EU-Kommissare wollte die EU-Kommission mit einem Verweis auf die Geheimhaltung gegenüber IWR Online nicht herausgeben.

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