IWR-Start | News | Windenergie | Offshore Windenergie | Solarbranche | Bioenergie | Energiejobs | Intern.

Top 50 Firmen | RENIXX World | Politik | Termine | Messen | Newsletter | | |
 
14.12.2015, 10:48 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Was Deutschlands Parteien zum Welt-Klimaabkommen sagen

Münster/Berlin – Die Freude aller Beteiligten über den Abschluss des Welt-Klimavertrages ist groß. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält fest, dass Paris auf immer mit diesem historischen Wendepunkt in der globalen Klimapolitik verbunden sein wird. Die Opposition hebt auch die Mängel des Vertrages hervor.

Aus Sicht von Bundesumweltministerin Barabara Hendricks (SPD) haben die Unterzeichner alle zusammen Geschichte geschrieben. Milliarden Menschen hätten lange darauf gewartet, dass die Weltgemeinschaft handelt. Auch die Fraktionen im Bundestag kommentieren den Vertragsabschluss.

CDU/CSU: "Vorlage Elmau – Tor Paris!"
Bei der Unionsfraktion im Bundestag heißt es: Vorlage Elmau – Tor Paris!“. Der Beauftrage für Klimaschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist Andreas Jung. Er sagte: „Die Einigung von Paris auf einen Weltklimavertrag hat eine historische Dimension. Die internationale Gemeinschaft beweist dadurch Handlungsfähigkeit: Erstmals wird der Klimawandel von allen Staaten gemeinsam bekämpft! Der G7-Gipfel von Elmau hat dabei den Weg nach Paris bereitet.“ Dort habe Bundeskanzlerin Angela Merkel im Sommer die führenden Industrienationen auf das Ziel einer globalen Energiewende eingeschworen, so Jungs Einschätzung.

SPD: Welt setzt klares Signal für den Klimaschutz
Auch in der SPD-Fraktion wird der Abschluss von Paris positiv bewertet. Das Ergebnis liefere die Grundlage dafür, dass das internationale Zwei-Grad-Ziel erreicht werden könne. Paris war laut SPD eine wichtige Etappe, um die Regeln und Mechanismen in Richtung einer klimagerechten Welt festzulegen. Letztlich sei Paris aber nur ein Schritt auf einem Weg gewesen, den die Welt längst geht.
Der Umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Matthias Miersch erklärte: „Die Welt hat ein klares Signal für den Klimaschutz gesetzt. Für Deutschland bedeutet dies, den Umstieg auf Erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz weiter zu beschleunigen. Der Klimaaktionsplan 2020 mit dem 40-Prozent-Minderungsziel muss mit voller Kraft umgesetzt werden.“

Grüne: Abkommen von Paris ist nicht vollkommen
Deutlich verhaltener klingen die Reaktionen der Opposition. Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Grünen-Fraktion erklärte zusammen mit der klimapolitischen Sprecherin Annalena Baerbock, dass das Abkommen von Paris nicht vollkommen sei. Immerhin sei die Richtung klar, und die laute: „ Raus aus den fossilen Energien.“ Die Ergebnisse des Klimagipfels seien eine wichtige Etappe, aber nicht der Schlusspunkt im globalen Klimaschutz. An die Bundesregierung gewandt forderten sie: „Wer in Paris verspricht, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu beschränken und eine Erneuerbare-Energien-Initiative für Afrika anstößt, der muss auch raus aus den fossilen Brennstoffen.“ Die Bundesregierung habe einen klaren Auftrag aus Paris: Kohleausstieg einleiten und international die Kohlefinanzierung stoppen.

Die Linke: Klimavertrag ohne Wenn und Aber zu begrüßen
Für Eva Bulling-Schröter von der Bundestagsfraktion Die Linke ist der Welt-Klimavertrag der letzte Startschuss für weltweiten Klimaschutz. Bulling-Schröter sagte: "Nach Jahren der Verhandlungen hat die internationale Klimadiplomatie einen globalen Klimavertrag unter Dach und Fach gebracht, was angesichts des gordischen Knotens von Interessen und Machtpositionen der 195 Vertragspartner ohne Wenn und Aber zu begrüßen ist. Der beschlossene Klimaschutzvertrag ist ein historischer Schritt in die richtige Richtung.“

Doch auch Die Linke ist nicht rundum zufrieden. Bulling-Schröter findet den konkreten Weg, der zur nötigen Reduktion von Treibhausgasemissionen führen soll, nicht ausreichend gereglt. Die vor der Konferenz freiwillig gemeldeten nationalen Klimaschutzpläne (INDC) würden die Erde auf bis zu 3,5 Grad erwärmen. Darum müssten diese so schnell wie möglich nachgebessert werden, so Bulling-Schröter.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2015

Mehr News und Infos zum Thema Klimaschutz:
UN beschließt historischen Welt-Klimavertrag
CERINA-Plan: Konzeption und Umsetzung
Soll/Ist-Investitionen der Länder nach dem CERINA-Plan
Weitere News zur internationalen Energie- und Klimapolitik







Meldung drucken | E-Mail: Artikel empfehlen
 

IWR-Newsticker Erneuerbare Energien:
Anzeige


Firma   -im Profil-



Produkte   -Anzeige-
28.06.2016 - RENIXX freundlich: Gamesa mit Frankreich-Auftrag – Sunpower mit Effizienz- und Nordex mit Höhen-Rekord
28.06.2016 - Nordex stellt höchste Windenergieanlage der Welt auf
28.06.2016 - Atommüll: Mühsame Einigung der Endlager-Kommission
28.06.2016 - Dong Energy nimmt nächsten deutschen Offshore-Windpark in Angriff
28.06.2016 - Berlin bekommt Strom-Tunnel für 250 Millionen Euro
28.06.2016 - RENIXX-Check: Gewinne verpuffen – Tornado beschädigt Fabrik von Canadian Solar – Nordex mit Repowering-Auftrag
28.06.2016 - Fazit Intersolar und ees Europe 2016: 43.000 Besucher aus 160 Ländern
27.06.2016 - Solarmodule der Marke Tesla?
27.06.2016 - Nordex repowert für PNE Wind
27.06.2016 - RENIXX freundlich: Rec Silicon und China Singyes klettern kräftig – Nordex schwach trotz Repowering-Auftrag
 
Klima-News
27.06.2016 - Bioethanol: Autofahrer tanken weniger Super E10
22.06.2016 - Kontroverse über Greenpeace-Energy-Studie zur Sektorkopplung
21.06.2016 - Bundesregierung fördert Klimaschutz in der Nachbarschaft
17.06.2016 - OVG Münster weist BUND-Klage gegen Kraftwerk Lünen ab
15.06.2016 - Bloomberg: Billige Kohle hält globale Energiewende nicht auf
10.06.2016 - Norwegischer Ölkonzern fordert zusätzliche Klimaschutz-Bemühungen
 
Bund-News
28.06.2016 - Atommüll: Mühsame Einigung der Endlager-Kommission
24.06.2016 - Bundestag beschließt digitale Stromzähler und neues Strommarktdesign
23.06.2016 - Elektroauto-Kaufprämie: Anträge ab nächste Woche möglich
22.06.2016 - Gesetzentwurf: Bundesländer können selbst über Fracking entscheiden
21.06.2016 - Bundesregierung fördert Klimaschutz in der Nachbarschaft
16.06.2016 - Strom: Warum der Netzentwicklungs-Plan 2025 gestoppt wird

 

Business- und Wirtschaftsthemen Erneuerbare Energien

  

Suche in IWR - Newsticker Original-Pressemitteilungen Produkte Firmenprofile



© IWR - Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien
iwr.de | IWR-Pressedienst.de | Windbranche.de | Offshore-Windenergie | ISolarbranche.de | Bioenergie-Branche |Solardachboerse.de | Energiejobs.de | Energiekalender.de | RenewablePress.com | RenewableEnergyIndustry | Windindustry | Offshore-Windindustry |

 
>> zurück
 
Home-IWREnglishWindenergieSolarenergieWasserkraftBioenergieGeoenergieEmail/Kontakt