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05.01.2016, 12:12 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Deutsche Börsen-Strompreise markieren 2015 Elf-Jahrestief

Münster – Die Strompreise an der Börse sind im Dezember 2015 deutlich unter die Drei-Cent-Marke gefallen. Beim Grundlaststrom hat sich in Deutschland im Day-ahead-Handel der niedrigste Preis seit Mai 2015 eingestellt. Insgesamt haben sich in 2015 auf Jahressicht die niedrigsten Börsen-Strompreise seit elf Jahren eingestellt.

Im Marktgebiet Deutschland/Österreich kostete eine Kilowattstunde (kWh) Grundlaststrom im Dezember 2015 im Durchschnitt nur noch 2,78 Cent. Gegenüber den November-Preisen bedeutet das einen Rückgang um gut 14 Prozent (November 2015: 3,24 Cent/kWh). In den vergangenen zwölf Monaten 2015 stellte sich insgesamt ein durchschnittlicher Börsenpreis von 3,17 Cent je kWh ein, das ist der niedrigste Wert seit 2004.

Niedrigster Börsen-Strompreis seit 2004
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Grundlaststrom im deutsch-österreichischen Marktgebiet in 2015 nur leicht um 3,4 Prozent gesunken. Im Schnitt hatte sich 2014 ein Preis von 3,28 Cent pro kWh eingestellt. In 2008 betrug dieser durchschnittliche Börsen-Strompreis noch 6,63 Cent je kWh. Seit dem Jahr 2011 (5,11 Cent/kWh) sinkt dieser Strompreis Jahr für Jahr kontinuierlich.

Spotmarkt-Preise fallen auf September-Niveau

Dieser Strompreis bewegt sich damit erstmals seit Mai 2015 (2,54 Cent/kWh) wieder unter die Marke von drei Cent/kWh. Im Dezember 2014 wurde die kWh Grundlaststrom im Schnitt für 3,29 Cent gehandelt.
Auch der Preis für Spitzenlaststrom (Stromlieferung für die Zeit von 8:00 bis 20:00 Uhr) sinkt im Dezember 2015 im Vergleich zum Vormonat um 13,1 Prozent auf 3,38 Cent/kWh (November 2015: 3,89 Cent/kWh). Spitzenlaststrom kostete vor einem Jahr noch 4,07 Cent/kWh). Nach der Berechnungsmethode der Epex Spot, bei der die Preise der Wochenendtage für die Kalkulation unberücksichtigt bleiben, lag der mittlere Preis für Spitzenlaststrom im Dezember 2015 bei 3,72 Cent/kWh.

Strompreise in den Nachbarländern driften auseinander

Auch in Frankreich fällt der Börsen-Strompreis. Grundlaststrom kostete im Dezember 2015 im Day-ahead-Handel im Durchschnitt 3,51 Cent/kWh. Das sind rund 16 Prozent weniger als noch im Vormonat (November 2015: 4,17 Cent/kWh). Auch im Vergleich zum Dezember des Vorjahres, als die kWh durchschnittlich einen Preis von 4,20 Cent brachte, ist das Niveau gesunken.
Anders in der Schweiz. Dort steigt der Preis für Grundlaststrom im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 8,3 Prozent auf 5,22 Cent je kWh (November 2015: 4,82 Cent/kWh). Gegenüber dem Vorjahr legt der Strompreis sogar um rund 23 Prozent zu (Dezember 2014: 4,25 Cent/kWh). Gründe für den Preisanstieg sind der Ausfall von Kernkraftwerken und die eingeschränkten Kupplungskapazitäten zum Stromaustausch mit dem Ausland.

Terminmarktpreise: Weiterhin weniger als drei Cent

Die Preise für Stromlieferungen in der Zukunft verharren unverändert unterhalb der Drei-Cent-Marke. Der mittlere Terminmarktpreis für Grundlaststrom zur Lieferung im Jahr 2016 notiert im Dezember 2015 weiterhin bei etwa 2,8 Cent je kWh.
An den Strombörsen wird derzeit das Lieferjahr 2017 am günstigen gehandelt. Marktteilnehmer können sich für 2,66 Cent je kWh mit Strom eindecken. Nur etwas teurer sind die Lieferjahre 2018 und 2019 mit jeweils 2,59 Cent je kWh (Abrechnungspreise vom 30.11.2015).

Termin- und Spotmarkt an der Strombörse
Am Spotmarkt der Strombörse werden kurzfristige Stromkontingente gehandelt (selbiger Tag = Intraday oder für den nächsten Tag = day-ahead). Am Terminmarkt werden dagegen längerfristige Stromeinkäufe getätigt. Stromhändler und Großabnehmer können dort Strom zur Lieferung in den nächsten Jahren einkaufen.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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Börsen-Strompreise: Oktober-Anstieg verpufft im November
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