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13.02.2017, 14:53 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Innogy erwägt umfangreichen Stellenabbau

Essen – Innogy, der größte Energiekonzern Deutschlands, könnte möglicherweise jede vierte Stelle streichen. Derzeit arbeiten rund 40.000 Menschen beim Zukunftsunternehmen von RWE.

Wie die Rheinische Post unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, könnten bei Innogy auf lange Sicht 10.000 der insgesamt 40.000 Arbeitsplätze wegfallen. Eine Innogy-Sprecherin habe dies weder bestätigt noch ausgeschlossen.

Senkt Innogy die Zahl der Stellen von 40.000 auf 30.000?
Innogy ist die auf erneuerbare Energien, Netz und Vertrieb konzentrierte Tochtergesellschaft der RWE AG. Innogy ist eigenständig an der Börse gelistet, doch RWE hält immer noch knapp 77 Prozent der Anteile. Mit einer Marktkapitalisierung von aktuell 18,7 Mrd. Euro ist Innogy das am höchsten bewertete Energieunternehmen in Deutschland. RWE selbst wird von der Börse beispielsweise nur mit 7,5 Mrd. Euro bewertet. Laut Rheinische Post will Innogy alle Bereiche nach "Synergien und Dissynergien" durchforsten. Es gebe beispielsweise bei der Verwaltung viele Funktionen doppelt, noch sei aber nichts entschieden. Auf lange Sicht könnte sich die Zahl der Stellen von derzeit 40.000 auf nur noch 30.000 reduzieren. Eine Innogy-Sprecherin erklärte gegenüber der Zeitung zwar, dass man aktuell keine Notwendigkeit für ein derartiges Stellenabbauprogramm sehe, aber man könne das mit Blick in die Zukunft nicht ausschließen. Weiter heißt es, dass die Mitarbeiter laut Innogy-Betriebsrat noch durch einen Interessenausgleich geschützt seien. Kein Mitarbeiter dürfe im Rahmen einer Umorganisation in den Überhang geraten. Allerdings laufe der Interessenausgleich Mitte des Jahres 2017 aus.

Innogy-Aktie legt zu
Die Nachricht wurde am Samstag veröffentlicht (11.02.2017). Die Innogy-Aktie reagiert am heutigen Montag mit Kursgewinnen: Bislang verbessert sich das Papier um 0,9 Prozent auf 33,66 Euro (Stand 14:25 Uhr, Börse Xetra). Die Innogy-Aktie wurde Anfang Oktober 2016 für einen Preis von 36 Euro je Aktie an die Börse gebracht. Seither hat der Aktienkurs des Energieunternehmens deutlich an Wert verloren. Zunächst markierte die Innogy-Aktie zwar Mitte Oktober bei 38,25 Euro einen Höchststand, doch in der Folge hat sich das Wertpapier wieder verbilligt. Analysten bewerten die Aktie überwiegend neutral bis positiv. In der letzten Woche hat sich die britische Bank HSBC zur Innogy-Aktie geäußert. Die Bewertung "hold" sowie das Kursziel von 32 Euro wurden bestätigt.

Quelle: IWR Online

© IWR, 2017

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