BP Solar: potenziell defekte Solar-Systeme zu rund 90 Prozent abgeschaltetHamburg - Bereits Anfang Juli wurde BP Solar darüber informiert, dass es einen Vorfall bei einem dachintegrierten Photovoltaik-System mit Laminaten gegeben hat, wobei sich die Anschlussdose trotz vorhandener Schutzzertifikate überhitzt hatte. Dabei wurde auch die darunter befindliche Dachlattenstruktur versengt. Aufgrund des potenziellen Risikos hatte BP Solar betroffene Anlage vorsorglich vom Netz getrennt. Innerhalb von drei Wochen sind nach Unternehmensangaben etwa 90 Prozent aller möglicherweise betroffenen Solar-Module der Produktionsjahre 2002 bis 2004 mit einer Gesamtleistung von 16,5 MWp abgeschaltet worden.
Neben der Abschaltung und den eigenen Untersuchungen werde das Unternehmen die gemeinsam mit unabhängigen Fachleuten wie beispielsweise dem TÜV festgestellten Ergebnisse anderen Photovoltaik-Herstellern sowie -Verbänden mitteilen und die Industriestandards bei einer Konferenz der Photovoltaik-Hersteller im September einer kritischen Überprüfung unterziehen. BP Solar-Pressesprecherin Nicole Anderson betonte, das Unternehmen werde die Eigentümer der Anlagen für den entgangenen Energieertrag während der Dauer der Abschaltung entschädigen. Die Installateure würden für die von ihnen erbrachte Leistung und Unterstützung ebenfalls eine Kostenerstattung erhalten.
Vor diesem Hintergrund will die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) als technisch-wissenschaftliche Fachinstanz BP bei der Auffindung, Sichtung und Bewertung der vorgefundenen Schäden unterstützen. Betroffene Installateure und Betreiber können ihren Fall unter www.dgs.de/bp registrieren und sich in die Informationskette einbinden.
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Quelle: iwr/17.08.06/
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