USA: CCS-Projekt für Biokraftstoff-Anlage geht an den Start
Washington D.C., USA – Im Bundesstaat Illinois in den USA ist mit den Bauarbeiten an einer Test-Biokraftstoffanlage begonnen worden, die Kohlenstoffdioxid einfängt und speichert. Sie fungiert als Demonstrationsanlage für weitere in Planung befindliche Standorte. Angestoßen und finanziert durch den American Recovery and Reinvestment Act (ARRA) sollen Insgesamt zwölf „carbon capture and storage“ (CCS)-Projekte durchgeführt werden. Es stellt das erste groß angelegte Programm zur Speicherung von CO2 in den USA dar.
Das Illinois-ICCS Projekt sei so konzipiert, dass pro Tag ca. 2.500 t CO2 in die Sandsteinformation der Saline des Mount Simon in einer Tiefe von über 2000m Tiefe eingelassen werden können. Experten gehen davon aus, dass die Hohlräume in den Gesteinsformationen möglicherweise Platz für mehrere Mrd. t. CO2 bieten. Das einzulagernde CO2 entsteht als Nebenprodukt bei der Herstellung von Mais zu Ethanol. Da es sich um einen biologischen Fermentationsvorgang handelt, bei dem nachwachsende Rohstoffe verwendet werden, erreicht das Projekt eine negative CO2 Bilanz.
Die Kosten für das ICCS Projekt in Illinois belaufen sich nach eigenen Angaben auf 207,6 Mio. Euro. Durchführendes Unternehmen ist die Archer Daniels Midland Company (ADM). Inbetriebnahme und erster Testbestrieb samt CO2-Einlagerung sind für den späten Sommer 2013 vorgesehen.
© IWR, 2011