17.09.2012, 12:15 Uhr

Tripods für Offshore-Windpark Global Tech I werden aufgestellt

Hamburg – Der Bau des Offshore-Windparks Global Tech I geht voran. Nun wurden die ersten drei Tripod-Fundamente mit dem Kranhubschiff Innovation von Bremerhaven ins Baugebiet verschifft. Damit startet die Errichtung des Windparks, der 180 Kilometer nordwestlich in der Nordsee gelegen ist und später aus rund 80 Windkraft-Anlagen bestehen soll. Besonders der Standort Bremerhaven nimmt für den Bau des Windparks eine wichtige Rolle ein. "Bremerhaven ist ein wichtiger Standort bei der Errichtung unseres Windparks. Unser Turbinenhersteller AREVA Wind hat hier seine Fertigung. Der Großteil unserer Fundamente wird bei WeserWind endmontiert und auf der ABC-Halbinsel zwischengelagert. Dort werden die Komponenten auf die Installationsschiffe umgeschlagen. Diese räumliche Nähe ist für uns ein klarer logistischer Vorteil", so Thomas Meerpohl, Kaufmännischer Geschäftsführer der Global Tech I Offshore Wind GmbH.

Tripods von der Fertigung zunächst zur ABC-Halbinsel

Laut Global Tech I wurde die Hälfte der 80 Fundamente und der dazugehörigen Pfähle zur Verankerung im Meeresboden von der ARGE Tripod Global Tech 1, einem Konsortium aus WeserWind GmbH und Erndtebrücker Eisenwerk GmbH & Co. KG, gefertigt. Die Endmontage der Tripods findet auf dem Bremerhavener Fertigungsgelände von WeserWind statt. Von dort werden jeweils zwei Fundamente auf dem Wasserweg zur Zwischenlagerung auf die ABC-Halbinsel geschleppt und dort mit Schwerlasttransportern an ihre Lagerstelle transportiert. Die Gründungspfähle werden per Schiff von der Fertigung zum Lagerplatz angeliefert. Auch der Umschlag der Komponenten auf das neue Kranhubschiff Innovation von HGO InfraSea Solutions, einem Tochterunternehmen von Hochtief Solutions und DEME, findet direkt an der ABC-Halbinsel statt. Damit sich die Arbeitsplattform davor aus dem Wasser heben kann, wurde der Boden im Hafen teilweise verstärkt.

Zehn Stunden Fahrt bis zum Baufeld

Mit einer Ladekapazität von 8.000 Tonnen können je drei der 900 Tonnen schweren Fundamente und neun Pfähle zum Baufeld transportiert werden. Je nach Wetterbedingungen erreicht das Installationsschiff in gut zehn Stunden das Windpark-Gebiet, wo die dreibeinigen Fundamente bei einer Meerestiefe von 40 Metern im Boden verankert werden. "Der Bau eines Hochsee-Windparks bei 40 Metern Wassertiefe ist in der Tat eine technologische Herausforderung. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserem offshore-erfahrenen Team und Partnern gut aufgestellt sind, um den Windpark erfolgreich zu errichten", so Arjen Schampers, Technischer Geschäftsführer der Global Tech I Offshore Wind GmbH.

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