08.10.2012, 15:27 Uhr

Atomkraftwerk Krümmel: Brandschutztüren schließen nicht

Geesthacht/Kiel - Im stillgelegten Kernkraftwerk Krümmel ist es im Rahmen einer wiederkehrenden Prüfung von Teilabschnitten der Brandmeldeanlage zu einem fehlerhaften Offenbleiben von vier Brandschutztüren gekommen. Dies teilte das schleswig-holsteinische Energiewende-Ministerim mit. Trotz Ansprechens der zugehörigen Brandmelder sei ein Schließen der Brandschutztüren nicht erfolgt, da das auslösende Signal nicht ordnungsgemäß über die Brandmeldeunterzentrale weitergegeben worden sei. Der Fehler sei inzwischen behoben worden.

AKW Krümmel: Vorfälle und Abschaltung

Wie das Ministerium weiter mitteilt, habe die Betreiberin des Kernkraftwerks Krümmel das meldepflichtige Ereignis der Kategorie "N" (Normalmeldung) der Atomaufsicht gemeldet. Zur weiteren Sachverhaltsklärung habe die Atomaufsicht Sachverständige hinzugezogen. Das Atomkraftwerk Krümmel gehört je zur Hälfte E.ON und Vattenfall, wobei die Betriebsführerschaft bei Vattenfall lag. Aufgrund eines Transformatorenbrands war Krümmel bereits im Juni 2007 in die Schlagzeilen geraten und befand sich in der Folge zwei Jahre lang nicht im Leistungsbetrieb. Auch danach gab es weitere Zwischenfälle in dem Reaktor. Im August 2011 wurde der Reaktor in der Folge des deutschen Atomausstiegs endgültig abgeschaltet.

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