23.07.2014, 09:53 Uhr

Windenergie in Brasilien: Förderbanken unterzeichnen 250-Millionen-Euro-Vertrag

Frankfurt – Die Förderbanken KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) aus Deutschland und Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social (BNDES) aus Brasilien haben ein weitreichendes Abkommen für die Windkraft-Nutzung in Brasilien geschlossen.

Es geht um einen Vertrag in Höhe von 250 Mio. Euro, der ein Windparkprogramm für Anlagen mit einer Leistung von 330 Megawatt unterstützt. Der Darlehensvertrag zur Finanzierung von Windparks in Brasilien wurde nun in Berlin unterzeichnet.

Mehr Windenergie für steigenden Energiebedarf in Brasilien

Die Unterschriften stammen von Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe, und Dr. Luciano Couthino, Präsident der brasilianischen Entwicklungsbank Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social (BNDES). Bei der Unterzeichnung waren auch Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär des auftraggebenden Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), und Maria Luiza Viotti, die brasilianische Botschafterin in Berlin, anwesend.

Kloppenburg sagte: "Die KfW unterstützt Brasilien dabei, die noch "junge" Windenergie im Land weiter auszubauen. Der wirtschaftliche Aufschwung und die wachsende Mittelschicht führen zu einem steigenden Energiebedarf. Gemeinsam mit unserem wichtigen Partner BNDES legen wir Wert auf die Förderung erneuerbarer Energien und leisten so einen Beitrag zum globalen Umwelt- und Klimaschutz."

Insgesamt steht mehr als eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung

Mit dem Darlehen der KfW, eigenen Mitteln der BNDES sowie der Windparkbetreiber stehen insgesamt sogar 680 Mio. US-Dollar (über 500 Mio. Euro) zur Verfügung, um in den nächsten drei Jahren die Windtechnologie in der Breite voranzubringen und 330 MW Leistung zuzubauen. Damit kann rechnerisch eine 3-Millionen-Einwohner-Stadt, wie z. B. die Hauptstadt Brasília, mit sauberem Strom versorgt werden, teilte die KfW mit. In der geplanten Betriebsdauer von 20 Jahren werden CO2-Emissionen in Höhe von 5,6 Mio. Tonnen eingespart. Das Engagement steht in der über 60-jährigen Tradition der deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung. Die KfW ist bei der Etablierung erneuerbarer Energien weltweit tätig und war beispielsweise bereits im Jahr 2009 an einem der ersten Windparks Brasiliens beteiligt.

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