09.04.2015, 14:31 Uhr

KfW gibt 300 Millionen Euro für Stromnetz in Südafrika

Frankfurt - Südafrika zählt zu den wirtschaftlich stärksten Nationen Afrikas. Allerdings haben Bevölkerung und Industrie dabei immer wieder mit Netzinstabilitäten und Stromausfällen zu kämpfen. Das will nun die KfW ändern.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) will sowohl den Anschluss erneuerbarer Energieträger ans Stromnetz im Speziellen als auch die Verbesserung des Verbundnetzes im Allgemeinen in Südafrika vorantreiben. Kredite in Höhe von 300 Millionen Euro sollen dazu fließen.

KfW fördert und verbindet verschiedene Projekte in Südafrika

Die KfW hat, basierend auf einem Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem staatlichen Energieversorger Südafrika Eskom einen Kredit in Höhe von 300 Millionen Euro zugesagt. Dieses Geld soll den Anschluss von Solarkraftwerken und Windparks ermöglichen und das südafrikanische Verbundnetz verbessern. Somit könnte laut KfW eine jährliche Einsparung von 5,5 Millionen Tonnen CO2 erzielt werden. Des Weiteren wird vor allem der Netzanschluss des Kiwano Solarturmkraftwerks in Upington und des Ingula Pumpspeicherkraftwerks in Braamhoek vorangetrieben, da die KfW diese beiden Kraftwerkprojekte mit einer Gesamtförderhöhe von etwa 180 Millionen Euro bezuschusst hat.

15 Milliarden US-Dollar für Netzausbau und Verteilungsstrukturen

Für die Bevölkerung und Industrie ist eine Verbesserung des Stromnetzes notwendig, da es aufgrund von Netzinstabilitäten immer wieder zu Stromausfällen gekommen war. Mit einem neuen Investitionsprogramm wird versucht, das Übertragungs- und Verteilungsnetz auszubauen und die Integration von erneuerbaren Energien von privaten Stromanbietern zu bewerkstelligen. Bis 2020 sollen insgesamt 15 Milliarden US-Dollar in den Netzausbau und Verteilungsstrukturen investiert werden, davon sollen allein drei Milliarden US-Dollar in die Verbundnetz-Integration von erneuerbaren Energien fließen.

Südafrikas großer Schritt von Kohlekraft und zu nachhaltiger Stromerzeugung

Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe, fasst die erhoffte zukünftige Entwicklung wie folgt zusammen: „Diese Neuausrichtung der Energieversorgung ist für Südafrika ein großer Schritt weg von der Abhängigkeit von Kohlekraft und hin zu nachhaltiger Stromerzeugung. Mit dem Anschluss klimafreundlicher Energieerzeugungsalternativen kann das Land als größter CO2-Emittent Afrikas einen signifikanten Beitrag zum internationalen Klimaschutz leisten.“

Quelle: IWR Online
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