14.11.2018, 16:00 Uhr

Eon steigert Ergebnis und präzisiert Jahresprognose 2018

Essen - Das Essener Energieunternehmen Eon bleibt nach Vorlage der 9-Monatszahlen finanziell und strategisch auf Kurs. Im Kerngeschäft Energienetze, Kundenlösungen und Erneuerbare Energien liegt Eon im Plan.

Eon hat die Zahlen für die ersten neun Monate 2018 vorgelegt. Für das Gesamtjahr plant Eon ein Ergebnis in der oberen Hälfte der Prognose. Die Verschuldung konnte gesenkt werden, die geplante Übernahme von Innogy kommt voran.

Kernfelder: Netze, Kundenlösungen und Erneuerbare Energien

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018 erreichte Eon ein bereinigtes Ebit von rund 2,4 Milliarden Euro, auch aufgrund saisonaler Effekte. Das ist ein Anstieg um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert (2,1 Milliarden Euro). Der bereinigte Konzernüberschuss übertraf mit 1,2 Milliarden Euro den Vorjahreswert von rund 1,0 Milliarde Euro um 25 Prozent, so Eon. Der Umsatz im Netzgeschäft lag bei 9,1 Milliarden Euro und damit 29 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 12,9 Milliarden Euro. Umsatzmindernd wirkte vor allem die Anwendung neuer internationaler IFRS-Bilanzierungsvorschriften. Das bereinigte Ebit lag mit 1.472 Millionen Euro etwas unterhalb des Vorjahresniveaus (1.503 Millionen Euro).

Der Umsatz im Geschäft mit Kundenlösungen lag mit 15,8 Milliarden Euro um 2 Prozent über dem des Vorjahres (15,5 Milliarden Euro), das bereinigte Ebit konnte Eon gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5 Prozent von 342 Millionen Euro auf 360 Millionen Euro steigern. Im Geschäftsfeld Erneuerbare Energien nahm der Umsatz vor allem aufgrund gestiegener Erzeugungsmengen infolge der Inbetriebnahme von Offshore- und Onshore-Windparks um 7 Prozent von 1,1 Milliarden Euro auf 1,2 Milliarden Euro zu. Das bereinigte Ebit stieg von 248 Millionen Euro um 14 Prozent Euro auf 283 Millionen Euro.

Eon-Verschuldung weiter gesenkt

Im Vergleich zum 31. Dezember 2017 (19,2 Milliarden Euro) sank die wirtschaftliche Netto-Verschuldung um 3,9 Milliarden Euro oder 20 Prozent auf rund 15,4 Milliarden Euro. Diese positive Entwicklung ist insbesondere auf den Verkaufserlös aus der Uniper-Beteiligung zurückzuführen.

Meilensteine bei geplanter Innogy-Übernahme erreicht - 600-800 Millionen Euro Einsparpotenzial

Eon und Innogy haben gemeinsam erste wichtige Entscheidungen zur geplanten Integration von Innogy getroffen. Vorbehaltlich der notwendigen behördlichen Genehmigungen wird das neue Unternehmen den Namen Eon beibehalten. An einer detaillierten Markenarchitektur wird weitergearbeitet. Die Strukturen der Eon-Regionalversorger und der Innogy-Regionalgesellschaften sollen erhalten bleiben. Die bislang zu Innogy gehörende Westnetz soll zukünftig als eigenständiges Unternehmen analog zu den Eon-Regionalversorgern aufgestellt und damit gestärkt werden. Ab 2022 können nach einer Einschätzung von Eon und Innogy Synergiepotenziale in Höhe von 600-800 Millionen Euro realisiert werden.

Eon bestätigt Prognose für 2018 in der oberen Hälfte der Bandbreite

Eon erwartet für das Geschäftsjahr 2018 weiterhin ein bereinigtes Konzern-EBIT im Bereich von 2,8 bis 3,0 Milliarden Euro. Beim bereinigten Konzernüberschuss rechnet Eon für das Jahr 2018 unverändert mit 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro. Für beide Ergebnisgrößen erwartet Eon nun einen Wert in der oberen Hälfte der jeweiligen Bandbreite.

Quelle: IWR Online

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