13.02.2019, 09:41 Uhr

EEG-Konto steigt wieder auf über 5 Milliarden Euro

Münster - Auf dem EEG-Umlagekonto für den Ökostrom ist der Milliarden-Überschuss im Januar 2019 weiter gestiegen. Im Jahresverlauf könnten die EEG-Rücklagen der Stromverbraucher trotz gesunkener EEG-Umlage eine neue Rekordmarke übersteigen.

Die Monatsbilanz für das EEG-Umlagekonto der vier Übertragungsnetzbetreiber nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit Stand vom 31.01.2019 liegt vor: Gegenüber dem Vormonat Dezember ist ein Monatsplus von über 500 Millionen Euro zu verzeichnen. Auf den Konten der Übertragungsnetzbetreiber summieren sich die Rücklagen der von den Stromverbrauchern bezahlten EEG-Umlage damit auf den bislang höchsten Januar-Stand.

Kontostand klettert im Januar 2019 um 546 Mio. Euro

Im Monat Januar 2019 wurden von den Stromverbrauchern rund 546 Mio. Euro (Jan. 2018: 493 Mio. Euro) mehr Umlage eingezahlt als ausgegeben wurde. Das Gesamtguthaben auf dem EEG-Konto der Verbraucher steigt damit Ende Januar 2019 auf insgesamt 5,08 Milliarden (Mrd.) Euro. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist das ein Anstieg um fast 700 Mio. Euro (Kontostand Jan 2018: 4,41 Mrd. Euro). Unter die Ausgaben fallen vor allem die Vergütungs-Zahlungen an die Betreiber von EEG-Erzeugungsanlagen. Zu den Einnahmen auf dem EEG-Umlagekonto zählen die Einzahlung der EEG-Umlage durch die Stromkunden sowie die Vermarktungserlöse des EEG-Stroms an der Strombörse.

Polster auf EEG-Konto könnte 2019 auf über 6 Mrd. Euro ansteigen

Bereits Ende Januar 2019 steht mit 5,08 Mrd. Euro ein sattes Guthaben auf dem EEG-Konto. Bis zum Monat April ist mit weiteren monatlichen Überschüssen zu rechnen. Die Rücklagen könnten demnach Ende April 2019 auf einen Rekordstand von über 6 Mrd. Euro anwachsen. Von Mai bis September eines Jahres ist dann wegen der höheren Solarvergütung mit einem negativen Monatssaldo zu rechnen, bevor voraussichtlich ab Oktober 2019 das Rücklagenkonto wieder steigen wird. Daran dürfte auch die im Vergleich zu 2018 im Jahr 2019 leicht gesenkte EEG-Umlage von 6,405 Cent / kWh nichts ändern.

Über die EEG-Umlage

Die Ökostromerzeugung auf der Grundlage des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) wird nicht aus Steuermitteln finanziert. Die Netzbetreiber führen ein EEG-Konto mit Einnahmen (u.a. EEG-Umlage und Erlöse aus EEG-Strom Vermarktung) und Ausgaben (u.a. Vergütungszahlungen, Kosten für IT etc.). Der EEG-Ökostrom wird an der Börse zwangsvermarktet. Dabei darf der EEG-Ökostrom paradoxerweise nicht als Ökostrom bzw. grüner Strom gehandelt bzw. verkauft werden, sondern nur als unspezifischer "Graustrom". Die im Oktober 2018 offiziell für 2019 bekannt gegebene Umlage liegt bei 6,405 ct/kWh. Im Vergleich zu 2018 ist das ein Rückgang um etwa 6 Prozent (2018: 6,792 ct/kWh).

Quelle: IWR Online

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