14.05.2019, 10:02 Uhr

SMA Solar mit Umsatz- und Gewinnrückgang

Niestetal - Die SMA Solar Technology AG leidet weiter unter dem Preisverfall bei Wechselrichtern. Das macht sich im ersten Quartal 2019 trotz stabiler Absatzzahlen bei Umsatz und Gewinn bemerkbar.

Die SMA Solar Technology AG schrammt operativ im ersten Quartal 2019 noch an einem Verlust vorbei. Zwar steigt der Auftragsbestand, die neue SMA-Strategie hin zu einem Systemanbieter für Energielösungen kompensiert die operativen Rückgänge im Wechselrichtergeschäft noch nicht.

Preisverfall drückt auf Marge von SMA Solar in Q1 2019

Die SMA Solar Technology AG : S92) verkaufte im ersten Quartal 2019 Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von rund 1,8 GW (Q1 2018: 1,8 GW). Der Umsatz ging im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahrs um 8,1 Prozent zurück auf 167,8 Mio. Euro (Q1 2018: 182,5 Mio. Euro). Dies ist insbesondere auf das im ersten Quartal noch schwache Projektgeschäft zurückzuführen, während sich der Umsatz mit String-Wechselrichtern auf Vorjahresniveau bewegte, so SMA Solar. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag von Januar bis März 2019 bei 0,6 Mio. Euro (EBITDA-Marge: 0,4 Prozent; Q1 2018: 17,5 Mio. Euro, 9,6 Prozent). Umsatz und Ergebnis des ersten Quartals entsprechen der am 28. März 2019 veröffentlichten Prognose des Vorstands. Der Auftragseingang entwickelte sich im ersten Quartal 2019 in allen Segmenten positiv, so SMA weiter. Auf dieser Basis erwartet der SMA Vorstand insbesondere in der zweiten Jahreshälfte eine deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung.

Negatives Konzernergebnis - Auftragsbestand klettert um 33 Prozent

Das Konzernergebnis betrug im ersten Quartal 2019 –10,6 Mio. Euro (Q1 2018: 2,8 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie lag somit bei –0,30 Euro (Q1 2018: 0,08 Euro). Mit einer Nettoliquidität von 290,3 Mio. Euro (31.12.2018: 305,5 Mio. Euro) und einer Eigenkapitalquote von 42,2 Prozent (31.12.2018: 42,9 Prozent) weist SMA weiterhin eine solide Bilanzstruktur auf, so SMA Solar. Zwar seien Umsatz und Ergebnis hinter dem Vorjahresquartal zurück geblieben, aber der Auftragsbestand zum 31. März 2019 sei im Vergleich zum Vorjahresende um 33 Prozent auf 233,2 Mio. Euro gestiegen. Grund ist eine positive Entwicklung bei großen PV-Kraftwerken, die im zweiten Halbjahr umsatz- und ergebniswirksam werden, so SMA Vorstandsprecher Jürgen Reinert.

SMA Prognose für 2019 - operativ nahe der Nulllinie

Der SMA Vorstand bestätigt die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2019. Sie sieht bei einem Umsatz von 800 Mio. Euro bis 880 Mio. Euro ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) von 20 Mio. Euro bis 50 Mio. Euro vor. Die Abschreibungen werden sich nach Vorstandsschätzung auf ca. 50 Mio. Euro belaufen. Die Hauptversammlung der SMA findet am 28. Mai 2019 in Kassel statt.

Quelle: IWR Online

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