22.05.2019, 16:06 Uhr

Neuer Global Player im Offshore-Sektor entsteht

Paris, Frankreich / Lissabon, Portugal - Die Offshore-Windenergie gewinnt im Energiemarkt global an Bedeutung. Das zeigt auch die Absichtserklärung zur Gründung eines Joint-Ventures zweier Branchenschwergewichte zum Schaffung eines weltweit führenden Offshore-Wind-Players.

Die beiden Energiekonzerne Engie aus Frankreich und EDP aus Portugal haben eine Absichtserklärung zur Gründung eines Offshore Wind Joint Ventures unterschrieben. In dem neuen 50/50 Gemeinschaftsunternehmen sollen die bestehenden Offshore Windenergie-Aktivitäten der Partner gebündelt sowie international weiter ausgebaut werden.

Joint Venture strebt Position als globaler Top-5-Offshore-Player an

Der beiden Energiekonzerne EDP aus Portugal und Engie aus Frankreich haben eine strategische Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) zur Gründung eines 50/50-Joint-Ventures im Bereich Offshore-Windenergie unterzeichnet. Das neue Unternehmen wird für EDP, über die Tochtergesellschaft EDP Renewables, und Engie künftig das exklusive Investitionsinstrument im Bereich der weltweiten Offshore-Aktivitäten sein. Ziel ist es, zu einem globalen Top-5-Offshore-Player zu werden, in dem das industrielle Know-how und die Entwicklungskapazitäten der beiden Unternehmen gebündelt werden. Unter den Rahmenbedingungen des MoU wollen EDP und Engie ihre Offshore-Windkraftanlagen und ihre Projektpipeline in dem neuen Joint Venture zusammenführen. Zum Start des JV sind insgesamt Projekte mit einer Kapazität von 1.500 Megawatt (MW) im Bau und 4.000 MW in der Entwicklung. Erklärtes Ziel ist es, bis zum Jahr 2025 das Offshore-Portfolio von Projekten, die in Betrieb oder Bau sind, auf eine Leistung von 5.000 bis 7.000 MW auszubauen. Zusätzlich sind Projekte mit einer Kapazität von 5.000 bis 10.000 MW geplant, die sich dann in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium befinden sollen.

Offshore-Windenergie zentral für weltweites Energiesystem der Zukunft

Aus der Perspektive von EDP/EDPR und Engie wird die Offshore-Windenergie zu einem wesentlichen Bestandteil der globalen Energiewende, was zu einem raschen Wachstum des Marktes und einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit führt. Die Unternehmen sind der Ansicht, dass die Schaffung einer größeren Einheit mit einem engagierten Team es ihnen ermöglichen wird, ihre Assets schneller auszubauen und effizienter zu arbeiten.

Das Joint Venture soll sich in erster Linie auf Märkte in Europa, den USA und ausgewählte Regionen in Asien konzentrieren, auf denen der größte Teil des Wachstums erwartet wird. Das JV strebt eine Eigenfinanzierung an. Das Joint Venture unterliegt den jeweiligen sozialen, betrieblichen, rechtlichen, behördlichen und vertraglichen Genehmigungsverfahren. Ziel von beiden Partnern ist es, mit dem Joint Venture bis Ende 2019 einsatzbereit zu sein.

EDPR und Engie kooperieren bereits seit sechs Jahren im Offshore-Bereich

EDPR und Engie blicken als Konsortialpartner bei den Offshore-Windprojekten Dieppe Le Tréport und Yeu Noirmoutier in Frankreich sowie Moray East und Moray West in Großbritannien bereits auf eine erfolgreiche sechsjährige Zusammenarbeit zurück. Zudem sind beide Unternehmen auch Partner bei zwei Offshore-Windprojekten in Frankreich und Portugal mit schwimmenden Offshore-Anlagen sowie bei dem derzeit in Frankreich laufenden Offshore-Windtender in Dunkerque.

Quelle: IWR Online

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