25.06.2019, 12:40 Uhr

Siemens Gamesa punktet mit Offshore-Großaufträgen in Asien

Zamudio, Spanien – Die Bedeutung Taiwans als einer der zentralen Märkte für den Ausbau der Offshore-Windenergie nimmt stetig zu. Der deutsch-spanische Windenergiehersteller Siemens Gamesa hat von Ørsted jetzt einen festen Großauftrag über 900 Megawatt (MW) erhalten.

Taiwans Ziel auf dem Energiesektor ist es, die Offshore-Windenergie bis 2025 auf eine Kapazität von 5.500 MW auszubauen. Auch in Japan wächst das Interesse an der Offshore-Windenergie. Mit Blick auf den Ausbau der Offshore-Windenergie in beiden Ländern, hat Siemens Gamesa jetzt zwei wichtige Aufträge erhalten.

Vom bevorzugten zum festen Lieferanten von 900 MW Offshore-Kapazität

Im Oktober 2018 wurde Siemens Gamesa von Ørsted als bevorzugter Lieferant für das 900-MW-Offshore-Windpark-Projekt Greater Changhua 1 & 2a in Taiwan ausgewählt. Jetzt hat Siemens Gamesa den festen Auftrag erhalten. Das Projekt umfasst die Lieferung der asiatisch-pazifischen Variante der Offshore-Windkraftanlage SG 8.0-167 DD, die in Bezug auf die örtlichen Vorschriften und Standard in Bezug auf Taifune, seismische Aktivitäten, einen 60-Hertz-Betrieb sowie den Betrieb bei hohen und niedrigen Umgebungstemperaturen abgestimmt ist. Der Vertrag deckt auch den Service der Anlagen mit ab. Zudem wird Siemens Gamesa im Rahmen des Festauftrags im Zuge von Local Content Vereinbarungen eine Gondelmontage im Hafen von Taichung errichten, die 2021 fertig gestellt werden soll. Die Türme der Anlagen für das Projekt werden über die Partnerschaft zwischen CS Wind und Chin Fong in Taiwan geliefert. Mit dem Bau der Offshore-Anlagen vor Ort soll 2021 begonnen werden.

„Durch den Festauftrag tragen die beiden Offshore-Windparks Changhua 1 & 2a zu einer erheblichen Stärkung der Präsenz von Siemens Gamesa in Taiwan bei. Unser Engagement für die Schaffung einer Gondelmontage vor dem von der taiwanesischen Regierung festgelegten Zeitrahmen für die Anforderung von Inhalten vor Ort zeigt unser Vertrauen in den Markt und sein langfristiges Potenzial“, so Andreas Nauen, CEO des Offshore-Geschäftsbereichs von Siemens Gamesa.

Siemens Gamesa erhält Zuschlag für Projektpipeline in Japan

Neben Taiwan kommt Siemens Gamesa auch in Japan mit einem Großauftrag zum Zug. Über seinen Kunden Obayashi Corporation hat der deutsch-spanische Windenergie-Riese seine erste Nominierung als bevorzugter Lieferant für ein Offshore-Windprojekt in Japan erhalten. Die Vereinbarung mit Obayashi sieht aktuell die Lieferung von SG 8.0-167 DD-Offshore-Windkraftanlagen für das Northern Akita Offshore Wind Farm-Projekt und einen langfristigen Servicevertrag vor. Der kommerzielle Betrieb der Anlagen soll 2024 aufgenommen werden. Alle Lieferungen unterliegen allerdings noch der endgültigen Investitionsentscheidung seitens der Obayashi Corporation.

Der Standort der Northern Akita-Pipeline befindet sich in der nördlichen Region von Tohoku, Japan. Geplant sind Anlagen eine Leistung von bis zu 455 MW. Nach dem Gesetz von 2018 zur Förderung der Offshore-Windkraft in Japan muss die Obayashi Corporation noch an einer nationalen Ausschreibung teilnehmen, um sich die Entwicklungsrechte für das Projekt zu sichern.

Darüber hinaus haben die Obayashi Corporation und Siemens Gamesa ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, das sicherstellen soll, dass die Gesellschaft vor Ort möglichst weitgehend von dem Offshore-Projekt profitiert. Im Rahmen der Vereinbarung wollen beide Parteien zusammenarbeiten, um die höchsten verfügbaren Industriestandards in Bezug auf die Installation und Wartung der Turbinen für das Projekt durchzusetzen. Sie wollen auch den Aufbau einer lokalen Infrastruktur für Offshore-Windunternehmen unterstützen, Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit Lieferanten im Projektgebiet ausloten und den Informationsaustausch mit Anwohnern und lokalen Interessengruppen fördern.

Quelle: IWR Online

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