Nach Übernahme des europäischen Onshore-Geschäfts von Ørsted: Perigus Energy startet nach CIP-Deal als neuer Player für Wind, Solar und Speicher in Europa

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Regensburg - Mit Perigus Energy entsteht ein neuer Akteur im europäischen Onshore-Erneuerbaren-Markt. Nach der Übernahme des europäischen Onshore-Geschäfts von Ørsted durch Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) firmiert die Plattform nun unter neuem Namen. Das Unternehmen bündelt Projekte in mehreren europäischen Kernmärkten und setzt auf den beschleunigten Ausbau von Wind, Solar und Speicher.
Die neu formierte Perigus Energy verfügt über 826 MW in Bau und Betrieb sowie eine mehrere Gigawatt umfassende Projektpipeline in Deutschland, Irland, Spanien und dem Vereinigten Königreich. Mit rund 30 Jahren Erfahrung in Deutschland positioniert sich das Unternehmen als langfristiger Entwickler, Betreiber und Investor im europäischen Energiemarkt.
CIP schließt Milliarden-Deal ab: Perigus Energy entsteht als neue Onshore-Plattform
Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) hat die Übernahme des europäischen Onshore-Geschäfts von Ørsted abgeschlossen und führt die Plattform künftig unter dem Namen Perigus Energy. Die Transaktion erfolgte über den Fonds CI V und hat ein Volumen von 1,44 Milliarden Euro. Die neue Marke ersetzt die bisherige Struktur, behält jedoch operative Kontinuität, bestehende Verträge und alle Mitarbeitenden.
Perigus Energy soll sich künftig auf die Entwicklung, den Bau und Betrieb von Wind-, Solar- und Batteriespeicherprojekten in vier Kernmärkten konzentrieren: Deutschland, Irland, Spanien und Vereinigtes Königreich. Bereits heute versorgt das Portfolio laut Unternehmen rund 600.000 Haushalte in Europa mit Strom aus erneuerbaren Energien.
Alle bestehenden Stromabnahmeverträge (CPPAs) sowie staatlich geförderte Projekte bleiben nach Angaben des Unternehmens unverändert bestehen, während die Plattform organisatorisch neu aufgestellt wird.
Gigawatt-Pipeline im Fokus: Perigus Energy setzt auf Wachstum
Im Zentrum der neuen Perigus Energy steht eine breit diversifizierte Projektpipeline im Umfang mehrerer Gigawatt. Diese umfasst Onshore-Wind, Solarenergie sowie Batteriespeicherprojekte. Ziel ist es, diese Projektbasis in den kommenden Jahren schrittweise in Bau und Betrieb zu überführen und die installierte Leistung auszubauen.
Aktuell verfügt die neue Unternehmensplattform über eine Gesamtkapazität von 826 MW in Betrieb und Bau. Parallel werden fünf Wind- und Solarprojekte in Deutschland und Irland umgesetzt. Die operative Basis wird durch eine Kombination aus langfristigen Stromabnahmeverträgen und staatlichen Fördermechanismen gestützt.
CIP sieht strategischen Meilenstein für europäische Energiewende
CIP-Partner Kunal Patel bezeichnete die Transaktion als „bedeutenden Meilenstein für das weitere Wachstum der europäischen Onshore-Erneuerbaren.“ Perigus Energy vereine „ein erfahrenes Team, ein etabliertes operatives Portfolio und eine vielversprechende Pipeline in den wichtigsten europäischen Strommärkten“.
Auch auf Unternehmensseite wird der Transformationsschritt als strategische Weiterentwicklung eingeordnet. CEO Kieran White betonte die Kontinuität der inhaltlichen Ausrichtung: „Auch wenn unser Name neu ist, verfügen unsere Mitarbeitenden über große Erfahrung - und unsere Mission bleibt dieselbe. Die hohe Volatilität auf den internationalen Energiemärkten zeigt deutlich, wie sehr Europa auf sichere, heimische und grüne Stromerzeugung angewiesen ist. Mit Copenhagen Infrastructure Partners können wir unsere investitionsreife Projektpipeline im Umfang mehrerer Gigawatt, die Onshore-Wind, Solarenergie und Batteriespeicher einschließt, weiter ausbauen.“
30 Jahre Erfahrung in Deutschland: Regionale Basis bleibt erhalten
In Deutschland blickt Perigus Energy auf eine lange Marktpräsenz zurück. Das Unternehmen wurde 1992 als OSTWIND gegründet und war seit 2022 Teil von Ørsted. Die regionale Struktur bleibt erhalten, mit Standorten unter anderem in Regensburg, Lauf a.d. Pegnitz, Potsdam, Essen und Hamburg.
Insgesamt beschäftigt Perigus Energy über 200 Mitarbeitende in Europa. Der Hauptsitz befindet sich im irischen Cork, ergänzt durch Büros in London, Edinburgh und Madrid. Für Deutschland unterstrich Geschäftsführer Stefan Bachmaier die Bedeutung der regionalen Verankerung: Diese bleibe auch im neuen Unternehmensumfeld ein zentraler Erfolgsfaktor für den Ausbau erneuerbarer Energien.
Skalierung im Fokus: Beitrag zur europäischen Energieversorgung
Mit der Integration in das CIP-Portfolio soll Perigus Energy künftig stärker auf Skalierung ausgerichtet werden. Ziel ist es, die bestehende Projektpipeline schneller in reale Erzeugungskapazitäten zu überführen und damit einen Beitrag zur europäischen Energieversorgung und Versorgungssicherheit zu leisten.
Quelle: IWR Online
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