Batteriespeicher im Nahen Osten im Aufwind: L&T sichert Großauftrag über drei Projekte

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Mumbai – Batteriespeicher gewinnen im Nahen Osten als Baustein für Versorgungssicherheit und den Ausbau erneuerbarer Energien zunehmend an Bedeutung. Die Renewables-Sparte des indischen Mischkonzerns Larsen & Toubro (L&T) hat sich in diesem wachsenden Markt einen Großauftrag zur Entwicklung mehrerer Batteriespeicherprojekte in der Region gesichert.
Der weltweite Batteriespeicherzubau ist 2025 laut Internationaler Energieagentur (IEA) schneller gewachsen als bei jeder anderen Stromtechnologie: Weltweit sind rund 108 Gigawatt neue Kapazität hinzugekommen, 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Auslegung auf längere Speicherdauern zieht an. Zunehmend werden die Speicher laut IEA für vier Stunden oder länger ausgelegt.
L&T erhält Auftrag zur Entwicklung von drei BESS-Projekten mit 6 Gigawattstunden Kapazität
Die Renewables-Sparte von L&T übernimmt im Rahmen des Großauftrags die Entwicklung von drei Batteriespeicherprojekten (Battery Energy Storage System, BESS) mit einer gemeinsamen Speicherkapazität von 6 Gigawattstunden. Jede der Anlagen ist auf eine Speicherdauer von vier Stunden ausgelegt, was rechnerisch einer Gesamtleistung von rund 1,5 Gigawatt entspricht. Das Zielland sowie der Auftraggeber werden von L&T nicht genannt. Das Unternehmen spricht lediglich von einem namhaften Kunden im Nahen Osten.
Die Speicher sollen überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen in verbrauchsarmen Zeiten aufnehmen und in Spitzenlastzeiten wieder abgeben, um das Netz zu stabilisieren und die Integration erneuerbarer Energien zu erleichtern. Zum Auftragsumfang gehören neben den Speicheranlagen auch Netzanbindungen, darunter Sammelumspannwerke und Erdkabel. Die Batteriesysteme sollen mit Flüssigkeitskühlung ausgestattet werden, die nach Angaben von L&T eine höhere Leistungsdichte, mehr Sicherheit und eine längere Betriebsdauer ermöglichen soll.
Nahost-Speicherzubau hat sich 2025 mehr als verdreifacht
Nach der von L&T verwendeten Auftragssystematik stuft das Unternehmen den Auftrag als „Major Order" ein. Diese Kategorie umfasst Aufträge zwischen 5.000 und 10.000 Crore Rupien. Das entspricht rund 450 bis 900 Millionen Euro (Wechselkurs vom 25.08.2026). Einen genauen Vertragswert nennt L&T nicht.
Der Auftrag betrifft einen dynamisch wachsenden Markt, in dem der Speicherausbau deutlich zunimmt. Laut IEA hat der Zubau von Batteriespeichern im Nahen Osten 2025 eine Leistung von 3 Gigawatt überschritten und damit mehr als das Dreifache des Vorjahreswerts erreicht. Der Zuwachs ist nahezu vollständig von Saudi-Arabien getrieben worden, wo Speicher zunehmend eine wichtige Rolle für die Netzflexibilität spielen.
Auch bei der Zeit bis zur Inbetriebnahme liegt die Region laut IEA günstig: Während Speicherprojekte in Europa, den USA und Japan im Schnitt zwei bis zweieinhalb Jahre bis zur Inbetriebnahme benötigen, sind die Zeiträume in China und Teilen des Nahen Ostens kürzer.
Quelle: IWR Online
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