23.08.2006, 12:42 Uhr

Gemeinde Unterhaching setzt auf Strom und Wärme aus geothermischer Energie

Berlin/Unterhaching - Mit zwei Tiefbohrungen von über 3.400 Meter soll in Unterhaching ein Thermalwasserkreislauf für ein Kraftwerk geschaffen werden und die Gemeinde schon im Winter 2006/2007 mit Wärme versorgen.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller hat bei einem Besuch im bayerischen Unterhaching die Geothermie als ständig verfügbare und umweltverträgliche Energie hervorgehoben. Wärmeversorgung und Stromerzeugung mit Geothermie-Kraftwerken bieten nach Ansicht des Staatssekretärs interessante Perspektiven für eine saubere und wirtschaftliche Energieversorgung. Das Bundesumweltministerium begleitet das Demonstrations- und Forschungsprojekt.
In Süddeutschland wird heißes Wasser aus der Tiefe schon in einigen Gemeinden für die Wärmeversorgung genutzt, so zum Beispiel in Erding und Unterschleißheim. Unterhaching habe aber mit der kombinierten geothermischen Wärmeversorgung und Stromerzeugung demnächst die Nase vorn bei der Nutzung der Ressource Geothermie, so Müller.
Das moderne und lärmarme Kraftwerk wird die Siemens AG errichten. Dabei wird als Arbeitsmedium ein Ammoniak-Wasser-Gemisch eingesetzt, um den Energiegehalt des heißen Wassers effektiv zu nutzen.
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Quelle: iwr/23.08.06/