16.06.2023, 13:30 Uhr

Ballard Power will mit neuer Entwicklung Kosten senken und Produktionskapazitäten erhöhen


© Ballard Power

Vancouver – Der Brennstoffzellen-Hersteller Ballard Power hat seine weitreichenden Pläne zur Senkung der Kosten und zur Erhöhung der Produktionskapazitäten vorgestellt. Diese Ankündigung folgt, nachdem das Unternehmen zwei wichtige Meilensteine erreicht hat.

Mit der Entwicklung von Bipolarplatten der neuesten Generation und der Erweiterung der Fertigungskapazitäten für Membran-Elektroden-Einheiten (MEA) in Kanada sollen Kosteneinsparungen von bis zu 70 Prozent für die Bipolarplatten erreicht werden. Die Inbetriebnahme und Einführung ist für Ende 2025 geplant.

Entwicklung von dünnen, flexiblen Graphit-Bipolarplatten in Kanada

Bipolarplatten sind nach den Membran-Elektroden-Einheiten (MEA) der zweitgrößte Kostenfaktor in einem Brennstoffzellenstapel. Die nächste Generation der dünnen, flexiblen Graphit-Bipolarplatten von Ballard führt zu einer erheblichen Reduzierung des Plattenmaterials und ermöglicht gleichzeitig Stacks mit hoher Leistungsdichte, die für bestimmte Marktanwendungen entscheidend sind, teilte das Unternehmen mit.

Bipolarplatten aus Graphit sind danach die optimale Wahl für Ballards Märkte im Bereich der Hochleistungsmobilität, da sie eine lange Lebensdauer, Wiederverwendbarkeit am Ende der Lebensdauer des Stapels sowie eine hohe Leistungsdichte bieten und gleichzeitig die niedrigsten Plattenkosten bei aktuellen und skalierten Mengen aufweisen. Mit dem flexiblen Graphit ist eine Reduzierung der Plattendicke um 35 Prozent und eine Reduzierung der Rohmaterialien um 45 Prozent möglich, so Ballard.

Als Folge der Umsetzung dieser Maßnahmen erwartet Ballard Power nach der für Ende 2025 erwarteten Inbetriebnahme deutliche Kosteneinsparungen von bis zu 70 Prozent für die Bipolarplatten. Der Kosteneffekt berücksichtigt die Einführung von automatisierten Plattenherstellungsprozessen der nächsten Generation und beinhaltet Kostensenkungspotenzial durch neue Lieferanten.

Automatisierung: Plattenherstellungs-Kapazität steigt um das Zehnfache

Über die Produktkosteneinsparungen hinaus wird Ballard die Plattenherstellungskapazität um das Zehnfache erhöhen, gleichzeitig die Ausbeute an Graphit- und Harzmaterial erheblich steigern sowie die Taktzeiten der Produktion verringern. Ballard hat dazu mehrere neuartige Herstellungsverfahren entwickelt, die eine vollständige Automatisierung der Produktionsprozesse für Bipolarplatten ermöglichen.

Das führt zu einem erheblich verbesserten Qualitätsdurchsatz, einem geringeren Energiebedarf und dem Wegfall des Wasserverbrauchs bei der Plattenherstellung. Ballard geht davon aus, dass diese Innovationen beim globalen Ausbau der Bipolarplattenproduktion reproduzierbar sein werden.

Investitionen in Höhe von 18 Mio. US-Dollar schon eingeplant

Ballard plant, von 2023 bis 2025 etwa 18 Mio. US-Dollar in die Herstellung der neuen Bipolarplatten zu investieren. Die erwarteten Ausgaben im Jahr 2023 waren in Ballards Kapitalallokationsplan für diesen Zeitraum enthalten und ändern nichts an der Prognose der geplanten Investitionsausgaben für 2023, so Ballard.

Quelle: IWR Online

© IWR, 2023