17.05.2011, 09:06 Uhr

CDU Niedersachsen spricht sich für schnelle Energiewende aus

Hannover - Mit einem Eckpunktepapier des Landesvorstands fordert die CDU in Niedersachsen einen beschleunigten Umstieg von der Kernenergie auf Erneuerbare Energien. „Wir wollen eine umweltschonende, klimaverträgliche und bezahlbare Energieversorgung sicherstellen”, erläutert der niedersächsische CDU-Generalsekretär Ulf Thiele. „Dabei ist es uns wichtig, ein stimmiges Gesamtkonzept zu entwickeln, mit dem die Energieversorgung für Privatpersonen wie für Unternehmen bezahlbar bleibt.” Der Landesvorstand der CDU in Niedersachsen sieht in der Energiewende Chancen für den ländlichen Raum und die Küstenregion. „Durch Biomasse, Geothermie, Windenergie und insbesondere durch die Offshore-Windkraft ergeben sich für Niedersachsen große wirtschaftliche Möglichkeiten”, erklärt Thiele.

Es gelte, Niedersachsen als Forschungs-, Entwicklungs-, Produktions- und Anwendungsstandort von Technologien zur Gewinnung Erneuerbarer Energien weiter zu stärken. Dem Ausbau von Kohle- und Gaskraftwerken setzt die niedersächsische CDU allerdings klare Grenzen. „Wir dürfen unsere ehrgeizigen und notwendigen Klimaschutzziele nicht gefährden”, sagt Thiele. Darüber hinaus fordert die CDU in Niedersachsen, bundesweit mit der Suche nach Alternativen für den möglichen Endlagerstandort Gorleben zu beginnen. „Um auf eine Nichteignung Gorlebens vorbereitet zu sein, sprechen wir uns dafür aus, bereits jetzt ein Verfahren zur Ermittlung allgemeiner geologischer Eignungskriterien und alternativer Entsorgungsoptionen durchzuführen”, so Ulf Thiele zu der Positionierung des Landesvorstandes der CDU in Niedersachsen. Angesichts der nationalen Verantwortung, die Niedersachsen bereits heute übernehme, müssten hierbei Standorte in anderen Bundesländern jedoch Vorrang haben.

Weitere Informationen und Meldungen zum Thema Politik:

Greenpeace: Küstenländer sollen CCS-Gesetz boykottieren


© IWR, 2011