19.03.2013, 08:07 Uhr

EU fördert Projekt für Holz-Erntemaschine

Bremen – Mit dem Projekt Rod-Picker fördert die EU die Entwicklung eines automatischen Erntesystems für Kurzumtriebsplantagen (KUP). Eines der Hauptziele dieses Programms ist die Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit europäischer KUP. Um dieses Ziel zu erreichen, soll der Rod-Picker die Erntekosten um 60 Prozent verringern und Arbeitsplätze in ländlichen Gegenden erhalten sowie neue Stellen in der Produktion, Instandhaltung und Operation schaffen. Das Projekt wird im siebten Rahmenprogramm der Europäischen Union als "Research for the benefit of SMEs" gefördert und läuft von Oktober 2012 bis September 2014. Das Gesamtbudget liegt bei knapp 1.700.000 Euro, mit einem Förderbeitrag seitens der EU von circa 1.300.000 Euro.

Erntegeschwindigkeit wird verzehnfacht

Der Rod-Picker soll mit einem Ernte-, Sortierungs- und Packmodul ausgestattet werden, welches die derzeit manuelle Arbeit ersetzen und die Erntegeschwindigkeit somit verzehnfachen soll. Dabei ist geplant, dass der zu entwickelnde Prototyp alle im Zuge der Ernte anfallenden Prozesse vereint und gleichzeitig mit den existierenden Verarbeitungs- und Transportgeräten kompatibel sein wird. Mit der kosteneffizienten Produktion von Stecklingen kann nach Angaben des ttz Bremerhaven die Holzproduktion im europäischen Biomassesektor um 30 Prozent jährlich gesteigert werden, während die Produktions-Effizienz im Vergleich zu manuellen Erntemethoden um mindestens 500 Prozent gesteigert werden soll.

Partner aus Dänemark, Schweden, Rumänien und Deutschland

Alle am Projekt beteiligten kleinen und mittelständischen Unternehmen sind im Bereich der Produktion landwirtschaftlicher Erntemaschinen und Zubehör, der Kultivierung von Energiepflanzen oder der Biomasse-Produktions-Kette aktiv. Projekt-Koordinator von Rod-Picker ist Egedal Maskinfabrik A/S aus Dänemark. Die weiteren am Projekt beteiligten Partner sind Salixenergi Europa AB aus Schweden, die Polytechnische Universität Din Timisoara aus Rumänien sowie aus Deutschland Lempe GbR., die Technische Universität Dresden und das ttz Bremerhaven, das für die Forschung und technologische Entwicklung inklusive der wissenschaftlichen Koordination zuständig ist.

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