21.04.2011, 14:48 Uhr

Fukushima: Roboter messen unglaublich hohe Strahlenwerte

Münster - Der Betreiber des zerstörten Kernkraftwerks Fukushima 1, Tokyo Electric Power, hat genauere Daten zur Strahlenbelastung in den Reaktorblöcken 1 und 2 veröffentlicht. Demnach wurde in der Ruine von Block 1 in einem Zeitraum von 50 Minuten eine Strahlung von rd. 18.900 Mikrosievert gemessen. In Block 2 lag die Strahlung in diesem Zeitraum bei rd. 6.500 Mikrosievert. Hochgerechnet auf einen Stundenwert, entspricht dies Strahlungswerten von rd. 22.700 Mikrosievert in der Stunde in Block 1 und rd. 7.700 Mikrosievert pro Stunde in Block 2. Für Reaktor 3 sind bisher keine genauen Daten bekanntgegeben worden. Nach Tepco-Einschätzung sind diese Strahlenwerte selbst über einen kurzen Zeitraum sehr gefährlich für Menschen. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt die natürliche Strahlenbelastung im Durchschnitt 0,02 Mikrosievert pro Stunde.

Aufgrund der starken Strahlung hatte Tepco die Messungen im Inneren der Reaktorgebäude mit Hilfe von Robotern vorgenommen. In Block 2 wurden diese zusätzlich durch eine hohe Luftfeuchtigkeit von 94-99 Prozent behindert. Dies deutet laut Tepco darauf hin, dass radioaktiver Dampf aus dem Reaktorinneren entweiche. Daher sei die Installlation einer Ventilationsanlage nötig, um die Luft zu dekontaminieren. Zuvor können niemand in dem Gebäude arbeiten.

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