19.04.2011, 09:28 Uhr

Fukushima: TEPCO will zerstörtes Kernkraftwerk zudecken

Münster – Der Betreiber der havarierten, japanischen Kernkraftwerks Fukushima 1, Tokyo Electric Power, hat den Transfer von hochradioaktivem Wasser gestartet. Schätzungen zufolge sollen sich durch die externe Kühlung allein im Gebäude des beschädigten Reaktors 2 rd. 25.000 Tonnen hochradioaktives Wasser angesammelt haben. Seit heute pumpt Tepco dieses Wasser ab. Nach Angaben des japanischen Atomforums soll der Transfer von 10.000 Tonnen rund 26 Tage in Anspruch nehmen. Zudem hat Tepco angekündigt, ab dem 26. April großflächig Kunstharz auf dem Gelände der Kraftwerksruine zu sprühen, um die Bildung von radioaktiven Staubwolken zu verhindern. Vereinzelt wurde damit bereits am 1. April begonnen.

Am Wochenende hatte Tepco einen Zeitplan für die Bewältigung der Katastrophe vorgestellt. Demnach sollen die teilweise stark beschädigten Reaktoren in den zerstörten Gebäuden innerhalb der nächsten 6-9 Monate unter Kontrolle gebracht werden. Tepco-Vertreter Tsunehisa Katsumata sagte, dass in der ersten Phase über die nächsten drei Monate versucht werden solle, die Reaktoren zu stabilisieren und die Kühlbecken in den Kernen wieder aufzufüllen. In der zweiten Phase soll dann die Kühlung wieder in Gang kommen, um die Temperatur der Brennstäbe auf unter 100 Grad Celsuis zu bringen und somit die Kerne zu stabilisieren. Zudem plant Tepco die Reaktorgebäude abzudecken, um den Austritt weiterer Radioaktivität zu verhindern. Die Arbeiter können die zerstörten Reaktorgebäude noch immer nicht betreten. Aufgrund der hohen Strahlung erkunden derzeit Roboter den Zustand im Inneren.

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