30.07.2015, 16:04 Uhr

Helmholtz-Zentren bauen Infrastruktur für Materialforschung aus

Dresden – Der Helmholtz-Senat hat beschlossen, in eine neue Labor-Plattform zu investieren. Sechs Helmoltz-Zentren wollen sich daran beteiligen. Ziel ist die Entwicklung neuartiger Materialsysteme zur Energieumwandlung und -speicherung.
Die Gesamtinvestitionen für die Einrichtung der Helmholtz Energy Materials Foundry (HEMF) belaufen sich auf etwa 46 Millionen (Mio.) Euro. Der HEMF-Labor-Komplex soll später auch für externe Nutzergruppen z.B. aus Universitäten oder der Industrie zur Verfügung stehen.
Neue Einrichtung für sechs Helmholtz-Zentren
Von 2016 bis 2020 sollen an den sechs beteiligten Helmholtz-Zentren mehrere, sich ergänzende Laboratorien aufgebaut werden. Das Helmholtz-Zentrum Berlin übernimmt dabei die Koordination, während sich fünf weitere Helmholtz-Zentren an der Konzeption und dem Aufbau beteiligen. Darunter auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR).
Entwicklung neuer Materialien für verschiedenste Energiesysteme auf der Agenda
Im Fokus steht die Entwicklung von neuen Energiematerialien für solare Brennstoffe, Solarzellen, Brennstoffzellen, Batteriesysteme sowie thermoelektrische und thermochemische Materialien. Ein weiteres übergreifendes Forschungsthema werden neuartige Katalysatoren sein, die bei der Energieumwandlung und –speicherung Verwendung finden. Die HEMF-Plattform soll dabei ein breites Spektrum abdecken, angefangen beim Design über die Analyse der Synthese bis zur dreidimensionalen Nanostrukturierung von neuartigen Materialsystemen. Zusätzlich sollen Methoden entwickelt werden, um neuartige Materialien zu verarbeiten und deren Eigenschaften sowie Leistungsfähigkeit unter Dauerbelastung zu prüfen.

Weitere Nachrichten und Infos zum Thema:
DLR-Studie: Kommt regelbarer Solarstrom künftig aus Nordafrika?
Fraunhofer-Elektro-Sportwagen - neue Konkurrenz für Tesla?
Solarforschung: ZSW und Partner tüfteln an der "Superzelle"
Fraunhofer IWES-Forscher machen Biogasanlagen flexibler
Weitere Infos und Firmen auf speicherbranche.de